Mit Bauchgefühl gegen die Mindestlohnerhöhung
Liberale Politiker und Ökonomen warnen davor, dass eine Erhöhung des Mindestlohns zu einem massiven Abbau von Arbeitsplätzen führen würde. Diese Behauptung ist völlig aus der Luft gegriffen.
Texte über Arbeit, Kapital, Konzerne und Krisen. Und darüber, wie die Wirtschaft demokratisch gestaltet werden kann.
Liberale Politiker und Ökonomen warnen davor, dass eine Erhöhung des Mindestlohns zu einem massiven Abbau von Arbeitsplätzen führen würde. Diese Behauptung ist völlig aus der Luft gegriffen.
Obwohl die Inflation bereits deutlich unter 2 Prozent liegt, senkt die EZB die Leitzinsen nur zögerlich – aus Angst vor einem erneuten Preisanstieg. Dabei spricht im Grunde nichts gegen ein höheres Inflationsziel.
Die Ampel wollte Langzeitarbeitslose, die eine Beschäftigung aufnehmen, mit einer 1.000-Euro-Prämie belohnen. Doch nun torpediert auch die SPD diesen Vorstoß. Daran zeigt sich, wie verlogen die Bürgergeldreform von Anfang an war, meint Ole Nymoen.
Vor 75 Jahren wurde der Deutsche Gewerkschaftsbund ins Leben gerufen. Seine Gründungsgeschichte erinnert uns heute daran, wie umkämpft die Ausrichtung der neuen Bundesrepublik nach dem Krieg gewesen ist.
Die Forderungen der Beschäftigten des öffentlichen Diensts nach mehr Lohn und weniger Arbeit sind eine Chance, den Frust auf die Ampel in progressive Bahnen zu lenken. Doch damit das gelingt, muss Verdi in die Offensive gehen.
Selbst Mario Draghi und der BDI fordern inzwischen industriepolitische Subventionen. Das eröffnet Chancen für linke Politik. Doch ohne klare sozial-ökologische Bedingungen droht die industriepolitische Wende nur den privaten Unternehmen zu nutzen.
Alle reden über Klasse, doch niemand redet mit der Klasse. Die Gewerkschaftssekretärin Katja Barthold und die Journalistin Nina Scholz wollen das ändern. In ihrem neuen Podcast »Klassenfrage« kommen diejenigen zu Wort, die Arbeitskämpfe führen: Beschäftigte und Aktivisten.
Austerität ist nicht einfach nur »schlechte Politik«. Sie ist ein hundert Jahre altes Projekt, um die Demokratie in dem Bereich zu untergraben, der unser Leben am stärksten beeinflusst.
Die sich abzeichnende neue Blockkonfrontation beweist, dass es keine vereinte globale Kapitalistenklasse mehr gibt. Zweifellos lassen sich nicht alle Konflikte mit ökonomischem Kalkül erklären. Und dennoch: Die Konkurrenz zwischen den Staaten ist materiell verankert.
Rechte und Konservative geben sich gerne familienorientiert. Doch ihre Kürzungspolitik treibt immer mehr Kinder in die Armut.
Der Chef der Deutschen Bank zeigt sich entsetzt über den Rechtsruck – und empfiehlt, mehr zu arbeiten. Was das miteinander zu tun hat? Nichts. Aber das muss einen bürgerlichen Sachverstand auch nicht kümmern.
Der britische Premierminister Keir Starmer verkündet, neue Sparmaßnahmen seien unvermeidlich. Damit gibt er sich machtloser als er tatsächlich ist.