Industrialisieren statt militarisieren
Militärausgaben sind kein Wachstumsmotor und werden die Deindustrialisierung nicht aufhalten – im Gegenteil. Um die Wirtschaft nachhaltig zu stärken, gibt es einen besseren Weg. Ein Gastbeitrag.
Texte über Arbeit, Kapital, Konzerne und Krisen. Und darüber, wie die Wirtschaft demokratisch gestaltet werden kann.
Militärausgaben sind kein Wachstumsmotor und werden die Deindustrialisierung nicht aufhalten – im Gegenteil. Um die Wirtschaft nachhaltig zu stärken, gibt es einen besseren Weg. Ein Gastbeitrag.
Wenn es in der Wirtschaft mehr Spekulation als sinnvolle Investitionen gibt, ist der Weg in die Katastrophe geebnet, warnte John Maynard Keynes. Doch die vermeintlich klare Grenze zwischen Investition und Spekulation ist eine Illusion.
Sowohl fremdbestimmte und sinnentleerte Arbeit als auch Arbeitslosigkeit sind schlecht für das psychische Wohlbefinden. Der Schlüssel zu gesunder Arbeit sind inklusive und solidarische Arbeitsplätze.
Die angeblich von Donald Trump losgetretene Deglobalisierung ist trotz aller linken Globalisierungskritik kein Grund zur Freude. Im Gegenteil verstärkt sie systematisch die Unterordnung des Globalen Südens.
Nein, wenn Unternehmen Medienkompetenz-Trainer anheuern, um ihre Beschäftigten über Fake News zu belehren, dann ist das keine »Initiative für Demokratie am Arbeitsplatz«.
Die Vergesellschaftung von Wohnraum ist längst in aller Munde. Ein neues Gutachten zeigt jetzt: Der aktuelle Rechtsrahmen erlaubt es auch, Energiekonzerne zu vergesellschaften und damit eine gerechte Energiewende voranzutreiben.
Supermarkt-Riesen treiben die Preise bewusst in die Höhe – am stärksten bei Billigprodukten. Die Konsequenz: ein Comeback der Ernährungsarmut.
Einige linke Autoren argumentieren, die Konzentration von Macht in den Händen von Tech-Baronen markiere einen Übergang zum »Neofeudalismus«. Doch was wir erleben, ist in Wahrheit eher eine Verschiebung innerhalb des Kapitalismus als über ihn hinaus.
Der Nährboden für die AfD im Osten war nicht der Verfall von Moral, sondern der Verfall von Fabriken. Kollektive Betriebsarbeit ist das beste Mittel, um diesen Nährboden auszutrocknen.
Die Behauptung, in Deutschland wird zu wenig gearbeitet, geht an der Realität vorbei – viele Beschäftigte sind längst am Limit. Friedrich Merz’ Appell, wieder mehr und länger zu arbeiten, ist kein Wohlstandsprogramm, sondern ein Angriff auf unseren Lebensstandard.
Rüstung ist klimaschädlich – das ist bekannt. Trotzdem finden sich Rüstungsaktien neuerdings in angeblich nachhaltigen ESG-Fonds. Der Grund: erfolgreiche Lobbyarbeit in Brüssel. Die Profiteure sind Großaktionäre wie Blackrock.
Rechte Regierungen übernehmen die Macht, Handelskriege spitzen sich zu, das Dollarregime gerät ins Wanken und ein neuer Rüstungswettlauf droht: Der Kapitalismus steht an einem historischen Wendepunkt. Politökonom Lucio Baccaro erklärt, wie die politische Linke intervenieren kann.