Der Kanzler steht
Die Ampelkoalition möchte mehr Fortschritt wagen. Sie wagt jedoch vor allem die »Entfesselung des Kapitals«.
Ines Schwerdtner ist seit Oktober 2024 Bundesvorsitzende der Linkspartei. Von 2020 bis 2023 war sie Chefredakteurin und Host des Podcasts »Hyperpolitik«.
Die Ampelkoalition möchte mehr Fortschritt wagen. Sie wagt jedoch vor allem die »Entfesselung des Kapitals«.
Deutschland braucht eine neue linke Partei, meint DiEM25. JACOBIN sprach mit Mitbegründer Yanis Varoufakis und der Parteivorsitzenden Julijana Zita über ihr Verhältnis zur deutschen Linken und die Visionslosigkeit der Ampelkoalition.
Die politische Unabhängigkeit und Vielfalt der Kampagne »Deutsche Wohnen & Co enteignen« war ihre große Stärke. Nach dem Sieg kommt das Konzept an seine Grenzen.
In Berlin gewinnt der Volksentscheid von »Deutsche Wohnen & Co enteignen« – und die SPD unter Franziska Giffey. Die Konfrontation ist vorprogrammiert.
Mit Christian Lindner und der FDP in der Regierung drohen Kürzungen ohne Ende. Das schadet allen, sogar ihrer eigenen Klientel.
Oliver Nachtwey, Ines Schwerdtner und Martin Neise im Livestream zur Bundestagswahl 2021.
Olaf Scholz und Annalena Baerbock zielen eine Woche vor der Wahl auf Rot-Grün, während Armin Laschet offenbar bereits aufgegeben hat. An der Bevölkerung reden die Parteien des Zentrums jedoch alle vorbei.
Diese Bundestagswahl müsste eine Richtungsentscheidung sein, doch die großen Parteien sind kaum auseinanderzuhalten. Die politische Linke kann nur Land gewinnen, wenn sie sich deutlicher als in den Merkeljahren gegen dieses Zentrum positioniert.
Auf dem Parteitag der LINKEN ging es ungewöhnlich harmonisch zu. Das Programm ist solide, doch es bleibt unklar, wen die Partei im Wahlkampf mobilisieren kann – und welche Strategie sie für die Zeit danach verfolgt.
Frankfurts SEK, NSU 2.0, Bundestagspolizei – was kommt als nächstes? Geleakte Gruppenchats legen offen, was wir schon lange wissen: Rechte Netzwerke in Sicherheitsbehörden werden systematisch geduldet, ihre Gefahr politisch hingenommen.
Klassenkampf wurde durch Respekt ersetzt. Das rächt sich nun.
Im Corona-Jahr mussten einige so viel arbeiten wie noch nie. Andere durften gar nicht. Das Ergebnis ist eine noch tiefer gespaltene Klasse.