Berlin steht an einem historischen Scheideweg. Bei der Wahl am 20. September entscheidet sich nicht nur, ob in der Hauptstadt mit Elif Eralp erstmals eine linke Bürgermeisterin regiert, sondern auch, ob erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eine Vergesellschaftung nach Artikel 15 Grundgesetz eingeleitet wird.
Die Umsetzung des Volksentscheids zur Enteignung großer Wohnungsunternehmen beschloss die Berliner Linke auf mehreren Landesparteitagen zur roten Linie für den Eintritt in eine Landesregierung zu machen. Umso mehr verwundert die Aufregung des SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach, nachdem Linken-Parteichefin Ines Schwerdtner in einem Stern-Podcast ankündigte: »Es wird mit der Berliner Linken in der Regierung vergesellschaftet werden.«