Wird der Sozialismus langweilig?
Fade Eintönigkeit und Plattenbau-Tristesse: So erscheint der Sozialismus im Klischee. Tatsächlich wird der Sozialismus die freie Entfaltung der Kreativität fördern, statt beschränken.
Texte über alles, was uns gesellschaftlich bewegt. Von Kultur, Bildung über Geschlechterfragen bis zum Sport.
Fade Eintönigkeit und Plattenbau-Tristesse: So erscheint der Sozialismus im Klischee. Tatsächlich wird der Sozialismus die freie Entfaltung der Kreativität fördern, statt beschränken.
Kurz vor seinem Tod warnte David Graeber davor, nach der Pandemie in eine Traumwelt zurückzutaumeln – eine Welt, in der es angemessen erscheint, die offensichtlich wichtigste Arbeit am schlechtesten zu entlohnen.
Die Corona-Krise legt die Überbelastung der Frauen offen. Doch auch nach einem Jahr Pandemie kämpft sich fast jede einzeln durch den Alltag. Aus der Geschichte der Frauenbewegung wissen wir jedoch, dass es auch anders gehen kann.
Das Ziel des Feminismus ist das gute Leben für alle – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Klasse. Im Kapitalismus wird das nicht zu machen sein.
Es bringt nichts, danach zu fragen, warum Obdachlosigkeit trotz großen Reichtums in unseren Gesellschaften existiert. Denn die Superreichen sind genau der Grund für dieses Problem.
Die Altbauwohnung in der Großstadt ist heute der Sehnsuchtsort der oberen Mittelschicht. In den 1960er Jahren wollte noch niemand in den baufälligen Altbauquartieren wohnen – also wurden Gastarbeiterfamilien dort untergebracht. Die Geschichte einer ausgrenzenden Wohnpolitik.
Um die Wohnungskrise zu lösen, müssen wir zurück in die Zukunft reisen.
Modekonzerne werben mit inklusiven Slogans, aber lassen ihre Ware zu unwürdigen Bedingungen produzieren. Damit sich Textil-Arbeiterinnen dagegen behaupten können, brauchen sie kämpferische Gewerkschaften – und keine Appelle an das Gewissen der Konzerne.
Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband setzt sich für die Ärmsten in unserer Gesellschaft ein. Im Interview erklärt Geschäftsführer Ulrich Schneider, was die Betroffen vor allem anderen brauchen: mehr Geld.
Im Osten steckt bereits alles, was wir für linke Politik brauchen. Dafür müssen wir nur an tiefe Überzeugungen anknüpfen.
Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung sind die reichsten Ostdeutschen Westdeutsche, erklärt der Soziologe Steffen Mau im Interview. Und die Vermögensungleichheit verschwindet nicht dadurch, dass Ost und West sich einmal besser zuhören.
Die Wende hinterließ einen Riss, der bis in die persönlichen Beziehungen hinein reichte. Eine Reportage.