Zum Inhalt springen

Bei Indiens Kakerlaken-Protesten geht es um mehr als Bildungspolitik

Die indische »Kakerlaken-Bewegung« hat einen ersten Sieg errungen: Der Bildungsminister ist zurückgetreten. Die Proteste wandeln sich zu einer breiteren Bewegung – und zu einer der bisher größten Herausforderungen für den rechten Regierungschef Narendra Modi.

Veröffentlicht:
Bei Indiens Kakerlaken-Protesten geht es um mehr als Bildungspolitik
Protestierende feiern den Rücktritt des indischen Bildungsministers in Mumbai, 26. Juli 2026. IMAGO / ZUMA Press Wire

Die jüngsten Studentenproteste in Indien haben ihren Ursprung auf einer satirischen Social-Media-Seite namens »Kakerlakenpartei« (Cockroach Janta Party, CJP). Der Aktivist Abhijeet Dipke hatte die Seite als Reaktion auf eine abfällige Bemerkung des indischen Obersten Richters erstellt. Letzterer hatte junge Aktivistinnen und Aktivisten, die es wagten, die Regierung zu kritisieren, als »Kakerlaken« beziehungsweise »Parasiten« bezeichnet.

Was als Online-Kampagne begann, entwickelte sich bald zu einer landesweiten Protestbewegung gegen Unregelmäßigkeiten bei den von der National Testing Agency durchgeführten Wissensprüfungen, insbesondere ein Leak der Studienaufnahme-Prüfungsaufgaben (National Eligibility-cum-Entrance Test, NEET), der landesweit mehrere angehende Studierende in den Selbstmord trieb.

Die Bewegung gewann erheblich an Dynamik, als sich der renommierte Pädagoge und Aktivist Sonam Wangchuk aus Ladakh der Kampagne anschloss. Er trat in einen unbefristeten Hungerstreik und forderte den Rücktritt von Bildungsminister Dharmendra Pradhan. Am vergangenen Samstag (25. Juli) konnte die Bewegung einen ersten Sieg feiern: Pradhan trat angesichts der Proteste von seinem Amt zurück.

Von den sozialen Medien auf die Straßen

Die Proteste konzentrierten sich zunächst auf ein einziges Thema, haben sich inzwischen aber zu einer breiteren Antikorruptionsbewegung ausgeweitet. Angeführt werden sie von der CJP und vielen jungen Menschen, die von der regierenden rechtsautoritären Bharatiya Janata Party (BJP) mehr Verantwortung und Rechenschaft einfordern. Als sich am 20. Juli Zehntausende Studierende an dem von der CJP organisierten Marsch zum Parlament in Neu-Delhi beteiligten, wurde klar, dass sich die aktuellen Proteste zu einer der größten sozialen Bewegungen Indiens der vergangenen Jahre entwickelt haben. Unterstützung erhält sie aus einem breiten Spektrum von Oppositionsparteien, darunter auch von linken Kräften, sowie von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Prominenten. Die Bewegung hat zudem durch virale Social-Media-Kampagnen und eine umfassende Berichterstattung durch unabhängige indische Medien sowie die ausländische Presse erhebliche internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. All dies geschah in einem Ausmaß, wie es seit den Bauernprotesten von 2020/21 in Indien nicht mehr zu beobachten war.

Die BJP und ihre Anhängerschaft reagierten mit ihrer üblichen Litanei aus Verleumdungen: Die Demonstranten wurden als »antinational«, »vom Ausland finanziert«, »anti-hinduistisch«, »terroristisch« et cetera bezeichnet. Als alle Bemühungen, die Proteste zu diffamieren, gescheitert waren, griff die BJP auf Repression und Polizeigewalt zurück. So wurde beispielsweise der Aktivist Wangchuk gewaltsam bei einem Protest in Gewahrsam genommen und isoliert von seiner Familie und seinen politischen Verbündeten in einem staatlichen Krankenhaus festgesetzt.

»Es wäre falsch, die aktuellen Unruhen entweder als flüchtiges Phänomen aus der Generation Z oder als eine Bewegung abzutun, die ausschließlich von Mittelschichtsängsten angetrieben wird.«

Nach dem Aufruf der CJP vom 20. Juli zu einem Marsch auf das Parlament setzte das von Amit Shah geleitete Innenministerium Polizei und paramilitärische Kräfte ein, um die in und um die Jantar-Mantar-Straße versammelten Studierenden gewaltsam zu vertreiben. Das Internet wurde im Umfeld des Protestortes gekappt; es kamen Tränengas sowie Schläge mit Knüppeln und Steinwürfe seitens der Polizei zum Einsatz; und es gab mehrere willkürliche Festnahmen. Mehrere Studentinnen wurden zudem Opfer sexueller Gewalt durch Polizeikräfte. Laut Berichten setzte die Bereitschaftspolizei sogar Pellet-Luftgewehre ein. Die Polizei von Delhi bestreitet den Einsatz solcher Waffen, doch mindestens zwei Demonstranten wurden mit Schrotverletzungen in Krankenhäuser eingeliefert. Insgesamt wurden mehrere Dutzend Studentinnen und Studenten schwer verletzt.

Widerstand in der Ära Modi

Das harte Vorgehen ist derweil nichts Neues: Die BJP-Regierung hat derartige Taktiken wiederholt gegen Dissidenten eingesetzt, insbesondere während der Proteste gegen die Gesetzesentwürfe zur Änderung des Staatsbürgerschaftsrechts 2019/20, mit denen einem bedeutenden Teil der muslimischen Community in Indien das Wahlrecht entzogen werden sollte. Zum »Playbook« der rechten Regierung gehören die absolute Weigerung, in den Dialog zu treten, sowie anhaltende Verleumdungskampagnen gegen Demonstrierende und der Einsatz übermäßiger Polizeigewalt. Letztlich werden Aktivistinnen und Aktivisten meist unter Berufung auf drakonische Anti-Terror-Gesetze des Landes wie den Unlawful Activities (Prevention) Act festgenommen.

Dieses Mal ist das aggressive Vorgehen der BJP allerdings auf spektakuläre Weise nach hinten losgegangen: Die Menschenmengen wuchsen nach dem harten Durchgreifen vom 20. Juli weiter an; die CJP-Führung forderte zu diesem Zeitpunkt nicht weniger als den Rücktritt von Premierminister Modi.

Die aktuellen Schwierigkeiten der BJP, die öffentliche Debatte zu kontrollieren, rühren zum Teil daher, dass die Studentenbewegung Anliegen anspricht, die von der indischen Jugend über Klassen-, Kasten- und Religionsgrenzen hinweg geteilt werden. 

Zwar stammt ein erheblicher Teil der Demonstranten aus hinduistischen Mittelschichtfamilien, die ihrerseits Modis Hindutva-Politik lange und vehement unterstützt haben. Doch es wäre falsch, die aktuellen Unruhen entweder als flüchtiges Phänomen aus der Generation Z oder als eine Bewegung abzutun, die ausschließlich von Mittelschichtsängsten angetrieben wird. Denn obwohl sie gewisse Gemeinsamkeiten mit den ebenfalls von Jugendlichen angeführten Mobilisierungen in Nachbarländern wie Nepal und Bangladesch aufweist, ist die derzeitige indische Bewegung fest in ihrer Opposition gegen die von der BJP-Regierung durchgeführten neoliberalen Reformen des Bildungssystems geeint und verankert.

Schwere Schläge gegen die öffentliche Bildung

Tatsächlich hatte die CJP-Führung ihre Forderungen im Bildungsbereich zunächst darauf beschränkt, dass die Behörden Rechenschaft ablegen. Die kritisierten Missstände sind im weiteren Sinne auf die harsche neoliberale Politik der BJP zurückzuführen. Die jüngsten Ansätze in der Bildungspolitik (die National Education Policy, NEP), die die Regierungspartei 2020 auf den Weg gebracht hat, haben sowohl die Kommerzialisierung als auch die Zentralisierung des Bildungswesens beschleunigt. Die NEP steht für einen erheblichen Rückzug des Staates in Sachen öffentlicher Bildung und ermöglicht es Konzernen sowie großen IT-Unternehmen, das Bildungssystem nach ihrem Gusto umzugestalten.

Die zunehmende Abhängigkeit von computergestützten Tests und die Ausweitung von Multiple-Choice-Prüfungen (auch in Geistes- und Sozialwissenschaften, in denen kritisches Denken und analytisches Schreiben im Vordergrund stehen sollten) stehen beispielhaft für den allgemeinen Trend zur Standardisierung und Digitalisierung der Bildung. Mit der NEP wurde zudem die Kontrolle der Zentralregierung über Bildungseinrichtungen und Aufsichtsbehörden gestärkt. Die institutionelle Autonomie der Letzteren wurde somit eingeschränkt; die Regierung hat nun größeren politischen Einfluss auf Personalernennungen und andere wichtige Entscheidungsprozesse der Bildungseinrichtungen.

Dies dient vor allem den Bestrebungen der BJP, die Lehrpläne so zu überarbeiten, dass ihre Ideologie einer Hindu-Vorherrschaft gestärkt und weiterverbreitet wird. Insgesamt hat die NEP bestehende Klassen- und Kastenungleichheiten vertieft, indem sie den Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung zunehmend von privaten Mitteln abhängig macht. Dies schwächt offensichtlich die historische Rolle der Bildung in Indien als Aufstiegsmöglichkeit für Bevölkerungsgruppen mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

»Die zunehmende Abhängigkeit von computergestützten Tests und die Ausweitung von Multiple-Choice-Prüfungen stehen beispielhaft für den allgemeinen Trend zur Standardisierung und Digitalisierung der Bildung.«

Kürzlich wurde – mit großer Verzögerung, wie es unter der BJP-Regierung üblich ist – ein Bericht veröffentlicht, der auf dem All India Survey on Higher Education (AISHE) basiert. Darin heißt es, Indien habe zwischen 2022 und 2024 landesweit einen starken Rückgang der Einschreibungen in Bachelor-Studiengängen in Hauptfächern wie Geistes-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften verzeichnet. Der Einbruch ist besonders gravierend, da die Einschreibungen in Bachelor-Studiengänge 75 Prozent der Gesamteinschreibungen im Hochschulbereich ausmachen (zu dem des Weiteren Master- und Diplomstudiengänge sowie andere zertifikatsbasierte Studiengänge gehören).

Im gleichen Zeitraum war zudem ein deutlicher Anstieg der Zahl der an der AISHE-Erhebung teilnehmenden Hochschuleinrichtungen zu verzeichnen. Dies spiegelt wider, dass die Zahl privater Hochschulen zunimmt. Gleichzeitig findet ein systematischer Abbau öffentlicher Einrichtungen statt, die nicht nur subventionierte Bildung für arme und mittelständische Schichten bieten, sondern auch verfassungsrechtlich verpflichtet sind, Studienplätze für die unterdrückten Dalits und andere Gruppen niederer Kasten zu reservieren. Ebenso wie die steigenden Arbeitslosenzahlen im Land stehen diese Entwicklungen symbolisch für eine akute Krise der indischen Wirtschaft. 

Und das schürt massive Unzufriedenheit gegenüber der Regierung.

Es brodelt

Die Arbeitslosenquote ist unter Personen mit Hochschul- oder Postgraduiertenabschluss besonders hoch. Ein Beispiel: Im Jahr 2025 bewarben sich etwa zwölf Millionen Menschen auf ganze 8.868 offene Stellen bei der staatlichen Eisenbahngesellschaft Indian Railways. Dabei sind die Bewerberinnen und Bewerber für derartige Stellen oft überqualifiziert. Unter den 2,5 Millionen potenziellen Anwärtern auf 53.000 Stellen als einfache »Peons« (Botengänger) in Jaipur waren zahlreiche Hochschulabsolventen; viele hatten sogar einen Doktortitel.

Die Arbeitslosenkrise wird verschärft durch die hohen Lebenshaltungskosten, Erhöhungen der Gas- und Benzinpreise sowie extreme Wetterbedingungen wie Hitzewellen und Luftverschmutzung. Das Leben wird für die arbeitende Bevölkerung zunehmend unerträglich. Viele Inderinnen und Inder aus der Arbeiterklasse haben sich daher dem CJP-Protest angeschlossen, um eine bessere Zukunft für ihre Kinder zu fordern.

»Die allgemeine Wut gegen die Regierung und ihre wohlhabenden Förderer wird zudem dadurch geschürt, dass viele aus der Elite ihre Kinder im Ausland studieren lassen und/oder selbst dort ansässig sind.«

Die Aushöhlung von Sozialversicherungsprogrammen wie dem Mahatma Gandhi National Rural Employment Guarantee Act und die Einführung extrem ausgrenzender Arbeitsgesetze durch die BJP haben viele Arbeiterinnen und Arbeiter, insbesondere im informellen Sektor, in eine äußerst prekäre Lage gebracht. Sie sind der Ausbeutung am Arbeitsplatz praktisch schutzlos ausgeliefert. Auf die jüngsten Arbeiterunruhen in den Industriestädten Nordindiens reagierte die Regierung mit einem ähnlichen harten Vorgehen wie bei den CJP-Protesten. Erneut wurden mehrere Aktivisten und Studierende, die sich mit den kämpfenden Arbeitern solidarisierten, festgenommen.

Die allgemeine Wut gegen die Regierung und ihre wohlhabenden Förderer wird zudem dadurch geschürt, dass viele aus der Elite ihre Kinder im Ausland studieren lassen und/oder selbst dort ansässig sind. So studiert die Tochter des (mittlerweile Ex-) Bildungsministers an der Tufts University in den USA – während ihr Vater zu Hause für ein immer weiter bröckelndes Bildungssystem verantwortlich zeichnet. Die indische Elite schirmt sich erfolgreich von den harschen Lebensrealitäten ab, mit denen die arbeitende Bevölkerung des Landes konfrontiert ist.

Insgesamt gibt es unter den Eliten ein »Exiting« aus der indischen Wirtschaft; sei es in Form eines Umzugs ins Ausland oder durch massiven Konsum importierter Luxusgüter, die weder zum inländischen Wirtschaftswachstum noch zu höheren Beschäftigungsquoten beitragen. Die indische Regierung verstärkt diese Trends, indem sie Importzölle für ausländische Waren senkt. So könnte beispielsweise das geplante Handelsabkommen zwischen Indien und den USA zu einer weiteren Lockerung der indischen Zölle auf US-Waren führen, die mit 14,6 Prozent ohnehin schon relativ niedrig sind. Sollten die Zölle weiter gesenkt werden, dürfte sich dies nachteilig auf zahlreiche Kleinbauern und mittelständische Unternehmen auswirken. Bauernverbände bereiten sich entsprechend bereits darauf vor, ihre Proteste gegen das Abkommen zu verstärken. Der Druck auf die Regierung Modi soll weiter steigen.

Die Linke muss die Bewegung vorantreiben

Die CJP-Proteste haben national für Aufsehen gesorgt und Unterstützung erhalten, weil es ihnen gelungen ist, den schwelenden Unmut gegen die BJP bei der Jugend, unter Bäuerinnen und Bauern, in der Arbeiterklasse sowie in den indigenen Communities, deren Lebensumwelt aufgrund der extraktivistischen Politik der rechten Regierung zerstört wird, aufzugreifen. Es könnte das erste Mal werden, dass sich eine klassische Ein-Themen-Bewegung zu einer breiteren Anti-Modi-Agitation wandelt.

Frühere, ähnliche Bewegungen waren beispielsweise die bereits angesprochenen landesweiten Proteste gegen die Änderungen des Staatsbürgerschaftsgesetzes. Diese breiteten sich zwar im ganzen Land aus, konnten sich jedoch nie zu einer umfassenden Anti-BJP-Bewegung entwickeln. Auch die spektakuläre Mobilisierung der Bauernschaft gegen mehrere Agrargesetzesvorschläge 2020 konnte nicht ausgebaut und verfestigt werden: Zwar wurde die Bauern-Mobilisierung erweitert, indem auch Forderungen von Frauen und Dalit-Arbeitern einbezogen wurden, doch die Proteste konnten sich nicht zu einer breiten Opposition gegen die Regierung selbst ausweiten. Genau das scheint die CJP-Bewegung nun geschafft zu haben.

»Es ist ungewiss, ob die jüngsten Proteste zu greifbaren Veränderungen an den Wahlurnen führen können. Doch die aktuelle Situation bietet der Linken in Indien die Chance, sich tiefer in solche Bewegungen zu verankern.«

Die erdrückende ökonomische Not, die das ganze Land betrifft und für die keine Besserung in Sicht ist, scheint eine große Gruppe von Menschen zusammengebracht zu haben, deren Anliegen weit über Bildungsthemen – dem eigentlichen Auslöser der Proteste – hinausgehen. So ist der CJP-Protest in eine Mobilisierung gegen Modi, gegen die BJP und gegen ihre hindu-nationalistische Politik übergegangen. Tatsächlich sprechen sich die jungen Mitglieder der Bewegung für Säkularismus aus und lehnen die antimuslimische Politik der BJP entschieden ab.

Die Modi-Regierung ihrerseits nutzt alle Mittel in ihrem Arsenal, um die Bewegung zu zerschlagen. Sie ermöglicht der Polizei den Einsatz übergriffiger, KI-gestützter Überwachung und Gesichtserkennung und droht unter anderem damit, die Reisepässe identifizierter Aktivisten einzuziehen oder sie willkürlich für längere Zeiträume festzuhalten.

Es ist nun an der indischen Linken, sich zu vereinen und ihre Kader sowie die Gewerkschaften zu mobilisieren, um sich in großer Zahl an den Protesten zu beteiligen. Die Studierendenorganisationen der großen kommunistischen Parteien Indiens waren von Beginn der Bewegung an dabei. Die Linke muss die Studentenbewegung über ihre Ein-Themen-Agenda hinausführen und ihr radikales, transformatives Potenzial zur Entfaltung bringen.

Es ist ungewiss, ob die jüngsten Proteste zu greifbaren Veränderungen an den Wahlurnen führen können (auch hier sei erneut an die Bauernproteste von 2020 erinnert). Doch die aktuelle Situation bietet der Linken in Indien die Chance, sich tiefer in solche Bewegungen zu verankern. Sie muss deren Wirkungsbereich erweitern, die Kämpfe gegen die neoliberale Umstrukturierung des Bildungssystems aufgreifen und in Richtung einer antikapitalistischen Zukunftsvision vorantreiben.

Jacobin.social

Triff deine Leute. Komm in die Jacobin Community!
Die Türkei baut ihr blaues Imperium

Die Türkei baut ihr blaues Imperium

Reichsbürger, the American Way

Reichsbürger, the American Way