Kubas Recht, seine eigenen Nahrungsmittel anzubauen, zu verarbeiten und zu verzehren, steht unter Beschuss.
Im Juli kündigte das US-Außenministerium eine Reihe weitreichender Wirtschaftssanktionen gegen Kuba an, die sich insbesondere gegen Branchen richten, die bislang von Sanktionen verschont geblieben waren. Damit werden die Möglichkeiten der kubanischen Regierung, Agrarrohstoffe und Ausrüstung für die Lebensmittelverarbeitung aus Drittländern zu beziehen, eingeschränkt. Insbesondere Kubas staatliche Importinstitution GECOMEX und die Hafenbetreiberbehörde GEMAR werden gezielt ins Visier genommen.
Seit Monaten gilt eine US-Ölblockade gegen Kuba. Diese hat bereits zu großer Not in der Bevölkerung geführt, unter anderem, weil grundlegende sanitäre Versorgung und Lebensmittelsicherheit beeinträchtigt werden. Zahlreiche Patienten in kubanischen Krankenhäusern sind aus diesem Grund gestorben. Eine Delegation des US-Kongresses, die Anfang Juli den Inselstaat besuchte, beschrieb die Lage vor Ort als ein »heimliches Gaza«.
Vor diesem Hintergrund scheint es überraschend, dass die Vereinigten Staaten nach wie vor zu Kubas größten Handelspartnern zählen: Die USA exportierten im vergangenen Jahr Waren im Wert von über 828 Millionen US-Dollar nach Kuba. Hinter dem scheinbaren Widerspruch, dass die Vereinigten Staaten ein Land sanktionieren, mit dem sie gleichzeitig Handel treiben, verbirgt sich eine Strategie, die so alt ist wie der Imperialismus selbst. Denn in Washington ist man weiterhin durchaus bereit, Lebensmittel und andere ausgewählte Waren an Kuba zu verkaufen – das Ziel ist allerdings ein Monopol in gewissen Handelsbereichen.
Eskalation
Seit Jahrzehnten zielen die US-Sanktionen gegen Kuba auf einzelne Branchen wie den Bergbau und den Tourismus ab, die beide wichtige Devisenquellen für die kubanische Regierung sind. Allerdings haben die Vereinigten Staaten bislang meist darauf verzichtet, Unternehmen zu sanktionieren, die bestimmte Waren nach Kuba importieren. Schließlich führen diese Transaktionen dazu, dass Devisen das Land verlassen und die Gelder oft an US-Firmen gehen, vollständig und im Voraus bezahlt.
Die in Kuba tätigen Bergbauunternehmen und Hotelketten sind es gewohnt, sich in komplexen regulatorischen Umfeldern zurechtzufinden (wie die meisten großen Unternehmen in diesen Branchen). Dabei handelt es sich zudem meist um kleinere Unternehmen, die nicht börsennotiert sind. Dass das US-Außenministerium nun gezielt die Institutionen GECOMEX und GEMAR aufs Korn nimmt – Unternehmen, die den physischen Import und Export praktisch aller Güter abwickeln, die auf die Insel gelangen oder diese verlassen – erhöht die Compliance-Probleme für zahlreiche Produktions- und Transportunternehmen. Das ist an sich bereits eine spürbare Eskalation.
»Mehr als 7.000 Container mit Bestimmungsort Havanna sind daher aktuell in der Karibik gestrandet, nachdem Unternehmen wie Hapag-Lloyd und CMA CGM aufgrund der rechtlichen Unsicherheit ihre Aktivitäten in Kuba vorerst eingestellt haben.«
So sieht sich beispielsweise ein Unternehmen wie der Schweizer Industriekonzern Bühler Group nun Compliance-Risiken gegenüber, wenn es Getreidemahlanlagen nach Kuba verkauft. Gleiches gilt beispielsweise für Firmen aus Drittländern, die Maschinen zur Reinigung und Sortierung von Hülsenfrüchten verkaufen. Wenn GECOMEX keine derartigen Maschinen und Ausrüstung importieren kann, sind seine Tochtergesellschaften nicht in der Lage, Agrarrohstoffe wie Weizen und Bohnen effizient zu verarbeiten. Dies führt wiederum dazu, dass weniger Grundnahrungsmittel ihren Weg in die kubanischen Haushalte finden.
Die Sanktionen gegen den Hafenbetreiber GEMAR sind noch gravierender: Sie verursachen Compliance-Risiken für jedes Schifffahrtsunternehmen, das Liegegebühren in Kuba zahlt. Mehr als 7.000 Container mit Bestimmungsort Havanna sind daher aktuell in der Karibik gestrandet, nachdem Unternehmen wie Hapag-Lloyd und CMA CGM aufgrund der rechtlichen Unsicherheit ihre Aktivitäten in Kuba vorerst eingestellt haben. Zwar gibt es humanitäre Ausnahmeregelungen, die den Import von Lebensmitteln aus Drittländern nach Kuba erlauben, doch die neuen Sanktionen dürften die Lieferungen insgesamt erheblich behindern.
»Maßnahmen dieser Art verdeutlichen die genozidale Absicht hinter der ›Maximum-Pressure‹-Strategie der Vereinigten Staaten«, fasst Helen Yaffe, Professorin an der Universität Glasgow und Autorin von We Are Cuba! How a Revolutionary People Have Survived in a Post-Soviet World, zusammen. »Nahrungsmittel sind ein äußerst sensibler Schwachpunkt, der Kuba durch die koloniale und imperiale Geschichte aufgezwungen wurde. Denn das ganze Land war praktisch in ein großes Zuckerrohrfeld verwandelt worden.«
Auf und ab in der Landwirtschaft
Unmittelbar nach der Revolution hatte die kubanische Regierung die größten landwirtschaftlichen Gutshöfe, Plantagen und Haciendas verstaatlicht, während viele kleine Bauernhöfe der Campesinos unabhängig bleiben durften. Während der sogenannten Sonderperiode nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verabschiedete Fidel Castro das Gesetz zur dritten Agrarreform Kubas, das den Genossenschaften und Familienbetrieben durch Nießbrauchsrechte mehr Land zuteilte. Dies führte zu einer Dezentralisierung der staatlichen Agrarproduktion und verwandelte die importabhängigen Staatsbetriebe in sogenannte »Basiseinheiten der genossenschaftlichen Produktion« (Unidades Básicas de Producción Cooperativa).
»Über die Agrarnetzwerke wurden mehr als 200.000 Bauernfamilien in agroökologischen Methoden geschult«, erklärt Margarita Fernandez vom Caribbean Agroecology Institute, das sich für nachhaltige Anbaumethoden und Ernährungssouveränität einsetzt. Während der Sonderperiode entstanden beispielsweise in der kubanischen Hauptstadt Havanna zahlreiche urbane Gärten (organopónicos). Laut Schätzungen der kubanischen Regierung, wurden über 50 Prozent des in der Hauptstadt konsumierten Obsts und Gemüses dort auch angebaut.
In seinem Buch The Greening of the Revolution schreibt der Aktivist Peter Rosset, dies sei »die größte versuchte Umstellung von konventioneller auf alternative, semi-ökologische Landwirtschaft in der Weltgeschichte« gewesen.
Fernández ergänzt: »Eine Zeit lang war Kuba global ein Symbol dafür, wie eine Landwirtschaft nach dem Zeitalter der fossilen Brennstoffe aussehen könnte.«
Auf dem Höhepunkt dieser Bewegung, Mitte der 2000er Jahre, stammten 35 bis 40 Prozent aller Kalorien, die in Kuba verzehrt wurden, aus der heimischen Landwirtschaft. Die Sonderperiode endete aber schließlich, als Kuba eine engere Handelspartnerschaft mit Venezuela unter dessen Präsidenten Hugo Chávez aufbaute. Nun hatte der karibische Inselstaat wieder verstärkt Zugang zu Öl, was die industrielle Landwirtschaft erneut möglich machte und befeuerte.
»Erschwerend kommt hinzu, dass die derzeitige Ölblockade die heimische landwirtschaftliche Produktion um 60 Prozent reduziert hat.«
»Als sich die ökonomischen Bedingungen zunehmend verbesserten, bauten die politischen Entscheidungsträger oftmals wieder auf konventionelle industrielle Landwirtschaft«, sagt Fernandez. »Die Agrarökologie wurde als Grundlage des Ernährungssystems nie vollständig institutionalisiert. Sie wurden vielmehr als ein Notersatz in Krisenzeiten verstanden.«
Tatsächlich waren die Erträge in Ackerbau und Viehzucht schon im Vorfeld der Sonderperiode rückläufig gewesen: In den späten 1980er Jahren führte das kubanische Modell der industriellen Landwirtschaft zu schwerwiegender Bodenverdichtung und -degradation. Im Zuge dessen kam es zu einem Rückgang der Erträge in der Agrarproduktion – mit Ausnahme des Zuckerrohranbaus.
Ebenso waren die Erträge in den Jahren vor dem Sturz der venezolanischen Regierung durch die USA im Januar 2026 (der die aktuelle Krise auslöste) rückläufig. Zwischen 2018 und 2023 sank die inländische Ernte von Grundnahrungsmitteln wie Reis um mehr als 50 Prozent. Die US-Vertretung des Welternährungsprogramms schätzt, dass Kuba mittlerweile zu 70 bis 80 Prozent auf Agrarimporte angewiesen ist, um den Eigenbedarf zu decken.
Das mag nicht nach einem großen Rückgang klingen, doch man darf nicht vergessen, dass nicht alle Kalorien gleichwertig sind: In der Vergangenheit war Kuba bei Obst und Gemüse zu 90 Prozent autark – diese Lebensmittel sind reich an Vitaminen und Ballaststoffen, enthalten jedoch nur sehr wenig Eiweiß. Im Gegensatz dazu produziert Kuba mittlerweile weniger als ein Prozent des Geflügels, das es verbraucht; die Schweinefleischindustrie ist praktisch zusammengebrochen.
Erschwerend kommt hinzu, dass die derzeitige Ölblockade die heimische landwirtschaftliche Produktion um 60 Prozent reduziert hat, schätzt der UN-Menschenrechtsbeauftragte in einem Bericht vom Juni. »Die Rationskarteien sind mittlerweile fast aufgebraucht«, so Helen Yaffe. Die erneuten Sanktionen vom Juli dürften diese Situation noch verschärfen.
Genossenschaften und Familienbetriebe bewirtschaften mittlerweile etwa 69 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Kubas, wenngleich nicht alle von ihnen nachhaltige Anbaumethoden anwenden. Viele sind nach wie vor auf Benzin und Diesel basierende Bewässerungsmethoden angewiesen. Zwar ist der Einsatz von Biodüngern und Biopestiziden anstelle von Derivaten aus fossilen Brennstoffen weit verbreitet, doch sind auch diese ökologischeren Varianten auf stabile Transportwege angewiesen. Angesichts der brutalen Energieblockade der Vereinigten Staaten wird ihr Einsatz zunehmend unmöglich.
Die Schätzungen variieren, doch Befürworter von agroökologischen Praktiken sind der Ansicht, dass die Abhängigkeit von Agrarimporten um 35 bis 40 Prozent verringert werden könnte, wenn entsprechende agroökologische Techniken genutzt werden. Andere schätzen, dass dadurch 70 Prozent aller in Kuba konsumierten Kalorien gedeckt werden könnten. Dies würde auch dazu beitragen, die Handelsdefizite im Agrarbereich zu verringern, die Organisationen wie das Caribbean Agroecology Institute als Hindernis für eine größere Ernährungssouveränität betrachten. Die kubanischen Ausgaben für Agrarimporte aus dem Ausland beliefen sich 2024 auf 2,7 Milliarden US-Dollar, wobei Fleisch (458 Millionen US-Dollar) und Getreide (177 Millionen US-Dollar) den größten Anteil ausmachten.
Derweil muss Kuba nicht nur mit einem aggressiven nördlichen Nachbarn fertig werden, der die Möglichkeiten des Landes einschränkt, frei Handel zu treiben und Treibstoff zu beziehen. Vielmehr sind die USA auch bestrebt, ihre bestehenden Märkte auf Kuba vehement zu verteidigen. »Jeder Versuch, Nahrungsmittel für den lokalen Verbrauch anzubauen, stößt auf den Widerstand der US-amerikanischen Agrarlobby«, bringt es Professorin Yaffe auf den Punkt.
Das Ziel der USA
Von den Lebensmitteln, die Kuba importiert, stammen Waren im Wert von 403 Millionen Dollar aus den USA; hinzu kommen 328 Millionen aus Argentinien und von 282 Millionen aus Brasilien. Doch auch hier gilt: Nicht alle Kalorien sind gleichwertig. Kuba importiert 85 Prozent seines Weizens aus Kanada und – was vielleicht am wichtigsten ist – 80 Prozent seines Geflügels aus den Vereinigten Staaten.
Gefrorene Hähnchenkeulen und -schenkel sind die erschwinglichste und am leichtesten zugängliche Quelle für tierisches Eiweiß in der kubanischen Ernährung. Kuba gehört seit über zehn Jahren zu den fünf größten Exportmärkten für US-amerikanisches Geflügel und liegt damit vor Ländern mit einer deutlich höheren Bevölkerungszahl wie den Philippinen und China. Im vergangenen Jahr exportierten die Vereinigten Staaten Geflügel im Wert von 298 Millionen US-Dollar nach Kuba, wobei es sich fast ausschließlich um gefrorene Hähnchenkeulen und -schenkel handelte.
Es ist zu erwarten, dass die jüngsten Sanktionen die Balance im Agrarhandel noch weiter zugunsten der Vereinigten Staaten verschieben werden.
Für die kanadische Agrarindustrie dürfte es hingegen kaum Vorteile bringen, den Agrarhandel mit Kuba im Umfang von 278 Millionen CAD fortzusetzen, wenn es Compliance-Probleme aufgrund von US-Sanktionen gibt. Die Sanktionen haben tatsächlich bereits dazu geführt, dass ein namhaftes Bergbauunternehmen unter Druck geriet und an einen mit Donald Trump verbandelten US-Käufer veräußert werden musste. Hinzu kommt: Kanada hat im Jahr 2024 Agrarhandelsgeschäfte im Wert von über 100 Milliarden CAD getätigt, davon satte 62 Prozent im Handel mit den USA.
»Kuba nach dem Vorbild lateinamerikanischer Länder wie Guatemala zu formen, die in einem harschen Abhängigkeitsverhältnis und ungleichen Austausch mit den USA gefangen sind, scheint tatsächlich das ultimative Ziel der Trump-Regierung zu sein.«
»Wenn Sie ein Drittland sind und Waren oder Dienstleistungen an einen unter Sanktionen stehenden Staat liefern, können Sie ebenfalls sanktioniert werden«, erklärt Robert Muse, ein renommierter Anwalt, der sich auf US-amerikanische Gesetze und Vorschriften in Bezug auf Kuba spezialisiert hat. »Praktisch jeder, der Ihnen Waren oder Dienstleistungen liefert, kann ebenfalls gesperrt werden […] und das immer so weiter.« Absatz III des Helms-Burton Act, der es ermöglicht, Privatunternehmen zu verklagen, wenn sie mit Vermögenswerten handeln, die während der kubanischen Revolution enteignet wurden, lässt sich theoretisch unbegrenzt ausweiten.
Abgesehen von ihrem Wunsch nach Marktzugang in den Vereinigten Staaten gibt es mindestens einen weiteren Grund, warum Unternehmen sich nicht gegen diese Compliance-Risiken auflehnen: »Das internationale Bankensystem und die Vorherrschaft des US-Dollars hindern Unternehmen daran, sich ernsthaft zu wehren«, meint Helen Yaffe. Dollar-Transaktionen, die den Großteil des Welthandels ausmachen, müssen über das US-Bankensystem abgewickelt werden.
In diesem Sinne kann Kuba nur auf eine Weise ein problemloser Handelspartner werden: Wenn es ein Land ist, in dem versucht wird, die Regierung zu stürzen. »US-Unternehmen würden bevorzugte Investoren im ›neuen Kuba‹ sein, das die USA durch ihre Sekundärsanktionen zu schaffen versuchen«, so Muse.
Kuba nach dem Vorbild lateinamerikanischer Länder wie Guatemala zu formen, die in einem harschen Abhängigkeitsverhältnis und ungleichen Austausch mit den USA gefangen sind, scheint tatsächlich das ultimative Ziel der Trump-Regierung zu sein. Was die Rolle der Landwirtschaft in dieser Strategie betrifft, so »steigt der Einfluss der USA auf die kubanische Regierung in dem Maße, wie die Menge der nach Kuba importierten Lebensmittel zunimmt«, erklärt Muse.
So lässt sich auch die jüngste Sanktionsrunde erklären. Indem die humanitären Ausnahmeregelungen beibehalten werden, während die Hafenindustrie und praktisch alle kubanischen Importeure ins Visier genommen werden, können die Vereinigten Staaten behaupten, sie würden den Import von Lebensmitteln nach Kuba nicht verbieten – obwohl sie bewusst einen Zusammenbruch der kubanischen Lebensmittelproduktion sowie der Lebensmittelimporte verursachen.
»Die Auswirkungen werden durch die bestehende Nahrungsmittelknappheit noch verstärkt. Kuba bezieht zwar nur 16 Prozent seiner importierten Lebensmittel aus den USA, doch wenn man die übrigen 84 Prozent indirekt verbietet und wegfallen lässt – dann hat man eine Katastrophe«, so Muse.
Bislang ist der Großteil der Welt nicht bereit, den Zugang zum US-Markt sowie zu Zahlungs- und Kreditsystemen zu riskieren, indem er den Handel mit Kuba fortsetzt. Doch der Druck, eine Alternative zu finden, wächst: Die unberechenbare Handelspolitik der Vereinigten Staaten und ihr einseitiges Sanktionsregime geraten im Zuge der internationalen handelspolitischen Turbulenzen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt zunehmend unter Druck.
»Wenn Kuba noch den Rest der Welt als Handelspartner hätte, könnte es prosperieren«, sagt Yaffe.
Die US-Regierung hat die grenzenlose Reichweite des Helms-Burton-Gesetzes und die Hegemonie des Dollars ausgenutzt, um ein regulatorisches Umfeld und ein Sanktionsregime zu schaffen, das so streng ist, dass kein rational handelnder Akteur sich ihm widersetzen würde. Gleichzeitig hat die Ölblockade eine Ernährungssouveränität auf Grundlage eines industriellen Agrarmodells in Kuba selbst nahezu unmöglich gemacht. Das Ergebnis ist klar: Kuba ist für billige Proteinzufuhr auf die US-amerikanische Agrarindustrie angewiesen.
Zeitgleich werden Kuba mit Sanktionen im Bankwesen, im Bergbau und im Tourismus die Devisen entzogen, die es zur Finanzierung eines Übergangs zu nachhaltigeren Landwirtschaftsmodellen benötigt. Mit anderen Worten: Die US-Regierung zielt darauf ab, die kubanische Regierung zu stürzen und das Land für US-amerikanische Privatunternehmen zu öffnen – und nutzt dabei den Zugang zu Nahrungsmitteln als ultimatives Druckmittel.
Übersetzung von Tim Steins.