Die Linke sucht sich selbst
Die Linke hat auf ihrem Parteitag gezeigt, dass sie sich als Klassenpartei versteht. In Teilen des Apparats ruft das immer noch Unbehagen hervor.
Texte zu Politik in Deutschland, Europa und der Welt.
Die Linke hat auf ihrem Parteitag gezeigt, dass sie sich als Klassenpartei versteht. In Teilen des Apparats ruft das immer noch Unbehagen hervor.
Der Milliardär verbreitet Panik über das vermeintliche Schicksal weißer Menschen in Südafrika. Die wahren Probleme, die sein Geburtsland plagen, ignoriert er mit dieser rassistischen Sichtweise weitgehend.
Ohne die Stimmen der Linken hätte es gestern keinen zweiten Wahlgang gegeben, um Friedrich Merz zum Bundeskanzler zu machen. Doch die neue staatspolitische Relevanz ist teuer erkauft.
Merz’ chaotischer Start entlarvt, wie fragil die schwarz-rote Regierungskoalition ist. Ihr verzweifelter Versuch, nach dem Ampel-Chaos Stabilität zu vermitteln, bedeutet im Klartext: Geschenke an die Unternehmen, Kürzungen für den Rest.
Die Grünen berufen sich gerne auf das Völkerrecht – doch wenn man sie auf israelische Kriegsverbrechen in Gaza anspricht, folgen Ausweichmanöver.
Rechte Regierungen übernehmen die Macht, Handelskriege spitzen sich zu, das Dollarregime gerät ins Wanken und ein neuer Rüstungswettlauf droht: Der Kapitalismus steht an einem historischen Wendepunkt. Politökonom Lucio Baccaro erklärt, wie die politische Linke intervenieren kann.
Ines Schwerdtner war früher Chefredakteurin dieses Magazins – bis sie inmitten der Krise der Linken in die Partei ging. Jetzt ist die Linke zurück und Ines Vorsitzende. Ein Gespräch darüber, was die Partei bräuchte, um widerständiger zu werden.
Die Marschlandschaften im Südirak sind die Wiege der Zivilisation. Jetzt drohen sie, infolge von Umweltzerstörung, Krieg und Klimawandel gänzlich auszutrocknen. Büffelzüchter, Fischer und Schilfmattenhersteller erzählen vom Blühen und Vergehen ihrer Lebensweise.
Donald Trumps Autoritarismus wird als ein tiefer Bruch mit der US-Geschichte dargestellt. Dabei ist seine reaktionäre Politik in Wahrheit uramerikanisch und fest in den antidemokratischen Institutionen der Vereinigten Staaten verankert.
Nicht erst seitdem Trump Anspruch auf Grönland erhebt, leiden die indigenen Völker der Arktis unter der geopolitischen Eskalation. Schon der Ukrainekrieg hat ihre transnationale Selbstbestimmung geschwächt und ihre traditionellen Siedlungsgebiete entlang der russischen Grenze gespalten.
Friedrich Merz gilt als ultimativer Gegenspieler Angela Merkels und konservativer Erneuerer der CDU. Drei neue Biografien lassen dieses Bild brüchig werden.
Die historischen Faschisten wollten die Demokratie zerstören. Die heutigen Faschisten sind da pragmatischer.