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Populisten schaffen keine Mehrheiten

Populismus bespielt bestehende Mehrheitsmeinungen, ob zu Frieden, Mieten oder Migration, tut sich aber schwer damit, neue Mehrheiten zu erzeugen. Um Meinungen zu ändern – und echtes Klassenbewusstsein herzustellen – sind andere Mittel nötig.

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Populisten schaffen keine Mehrheiten
Sahra Wagenknechts politisches Projekt baut darauf, populäre Positionen zu besetzen, anstatt Menschen umzustimmen. Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen

Den Begriff »Populismus« zu definieren, ist bekanntermaßen schwierig – vor allem, weil die Definition von der eigenen ideologischen Orientierung abhängt. Liberale jedenfalls verabscheuen den Populismus. Sie betonen gerne, er basiere auf einer rhetorischen Konstruktion von »den Menschen« oder auch »dem Volk« im Gegensatz zu einem äußeren Feind – seien es nun Migranten oder reiche Eliten. Liberale betrachten den Populismus daher als eine spaltende, gefährliche und grundsätzlich irrationale Politik, die um jeden Preis verhindert werden muss.