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Das Online-Magazin von JACOBIN Deutschland

Ideengeschichte

Lars Klingbeil möchte Übergewinne besteuern. Katherina Reiche meint, sowas gäbe es gar nicht – und kann sich dabei auf die Lehrbücher stützen.

Warum Mainstream-​Ökonomen von Übergewinnen nichts wissen wollen

Die Forderung nach einer Übergewinnsteuer trifft bei den meisten Ökonomen auf Unverständnis. Das hat nicht nur politische, sondern auch theoretische Gründe – denn der Begriff des Profits wurde systematisch verunklart.

Von Jannis Köster

18. April 2026

Trägt Carsten Linnemann wirklich keine Brille – oder sieht er sie bloß nicht?

»Ideologiefreiheit« ist selbst ideologisch

Moderne Konservative wie Carsten Linnemann stellen sich als ideologiefrei dar. Doch ihr pseudo-pragmatisches Gerede entlarvt sie als Ideologen der Alternativlosigkeit.

Von Justus Seuferle

07. Februar 2026

Perry Anderson spricht auf der Konferenz »Fronteiras do Pensamento« in Porto Alegre, Brasilien, 2013.

Das Problem mit dem »westlichen Marxismus«

Perry Andersons klassische Schrift »Über den westlichen Marxismus« wird in Deutschland kaum gelesen. Dabei wäre sie ein Schlüsselwerk, um die Akademisierung der Linken zu verstehen und wieder von ihr loszukommen.

Von Christian Hofmann

25. Januar 2026

Rudolf Meidner, links im Bild, entwickelte seine wirtschaftspolitischen Konzepte im Lichte seiner Erfahrungen als sozialistischer Student mit jüdischem Hintergrund in der Weimarer Republik.

Antifaschistische Wirtschaftspolitik auf Schwedisch

Der Meidner-Plan ist bekannt als das schwedische Konzept für den Übergang zum Sozialismus. Weniger bekannt ist: Rudolf Meidner kam aus Deutschland, hatte den Aufstieg der Nazis miterlebt und wollte mit seiner Arbeit auch dem Faschismus den Boden entziehen.

Von Troels Skadhauge

12. Januar 2026

Vom Ersten Weltkrieg ertüchtigte Freikorps in der Weimarer Republik.

Wer Kriegs­tüchtigkeit sät, wird Faschismus ernten

Deutschland soll kriegstüchtig werden – vorgeblich, um die Demokratie zu retten. Doch wie die Geschichte kriegseuphorischer deutscher Intellektueller während des Ersten Weltkriegs zeigt, bereitet das militaristische Denken im Gegenteil gerade dem Faschismus den Boden.

Von Raul Rosenfelder

16. Dezember 2025

Das Geschäftsimperium von Hans-Adam II. und seiner Familie umfasst unter anderem den Staat Liechtenstein.

Wie der Fürst von Liechtenstein zur libertären Ikone wurde

Fürst Hans-Adam II. macht keinen Hehl aus seinen Vorbehalten gegen die Demokratie. Doch das geht nicht nur das kleine Liechtenstein etwas an. Denn seine Mischung aus Feudalismus und Finanzkapitalismus ist ein Vorbild für Libertäre in aller Welt geworden.

Von Romaric Godin

14. Dezember 2025