Mythos Leistungsgesellschaft
Deutschland versteht sich als Gesellschaft, in der Leistung belohnt wird. Doch der Großteil der Vermögen wurde nicht erarbeitet, sondern vererbt.
Texte über Arbeit, Kapital, Konzerne und Krisen. Und darüber, wie die Wirtschaft demokratisch gestaltet werden kann.
Deutschland versteht sich als Gesellschaft, in der Leistung belohnt wird. Doch der Großteil der Vermögen wurde nicht erarbeitet, sondern vererbt.
Im JACOBIN-Interview diskutieren <b>Isabella Weber</b> und <b>Fabio De Masi,</b> was der Staat tun könnte, um das Schlimmste bei den Preisexplosionen zu verhindern, und was die Ampel davon abhält.
Das neue Entlastungspaket der Bundesregierung wird eine soziale Notlage nicht verhindern können.
Die Gasumlage belastet Krisenverlierer und begünstigt Krisengewinner. Das ist nicht verwunderlich. Denn Energiekonzerne haben an der Verordnung mitgeschrieben.
Der Finanzminister begründet seine Sparpolitik damit, doch die Geschichte von der Einhaltung der Schuldenbremse ist ein Märchen.
Nach ihrem katastrophalen Umgang mit der Eurokrise hat die Europäische Zentralbank einen neuen Mechanismus etabliert, um die Märkte für Staatsanleihen zu stabilisieren. Arbeiterinnen sind den Auswirkungen ihrer Geldpolitik hingegen weiterhin schonungslos ausgeliefert.
113 Milliarden Euro – so viel verdienen Energiekonzerne in Deutschland allein dieses Jahr zusätzlich an der Notlage. Dabei wäre eine Besteuerung ihrer Übergewinne problemlos möglich, wie eine neue Studie zeigt.
Großbritanniens Regierung bürdet den Menschen eine brutale Sparpolitik auf. Doch der Vorsitzende der Bahngewerkschaft RMT, Mick Lynch, ist plötzlich zum Medienstar geworden und bringt die Politik in Erklärungsnot.
Finanzminister Christian Lindner versucht, den geplanten Ausgleich der kalten Progression als soziale Wohltat zu verkaufen. Das ist mehr als nur durchsichtig: Profitieren werden fast ausschließlich die Reichen.
CO2-neutral ist nicht genug. Das 1,5-Grad-Ziel erreichen wir nur, wenn wir Kohlenstoff aus der Atmosphäre holen.
Kroatien darf nächstes Jahr den Euro einführen. Für die Arbeiterinnen und Arbeiter des Landes ist der Beitritt zur Währungsunion eine schlechte Nachricht.
In der Gastronomie fehlen Fachkräfte. Das liegt nicht nur an Pandemie und Inflation, sondern vor allem an den niedrigen Löhnen.