Wie streikt die kreative Klasse?
Wie prekär die Arbeitsbedingungen im Kulturbetrieb sind, hat der Lockdown offenlegt. Daran werden auch die bevorstehenden Lockerungen nicht rütteln. Im Kampf um bessere Verhältnisse braucht es neue Bündnisse.
Texte über Arbeit, Kapital, Konzerne und Krisen. Und darüber, wie die Wirtschaft demokratisch gestaltet werden kann.
Wie prekär die Arbeitsbedingungen im Kulturbetrieb sind, hat der Lockdown offenlegt. Daran werden auch die bevorstehenden Lockerungen nicht rütteln. Im Kampf um bessere Verhältnisse braucht es neue Bündnisse.
Real Madrids Vorsitzender Florentino Pérez ist Bauunternehmer und Multimilliardär. Er war nicht nur ein zentraler Akteur der gescheiterten European Super League. Er verscherbelt auch ganze Stadtviertel, um sich zu bereichern.
Das Kapital hat eine Politik der Vollbeschäftigung schon immer abgelehnt, weil sie die Verhandlungsmacht der Arbeiterschaft stärkt. Umso wichtiger ist heute die Forderung nach einer Jobgarantie.
Der Mietendeckel sollte die Forderung nach der Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne besänftigen. Mit dem Urteil aus Karlsruhe hat das Begehren um die Enteignung neuen Nachdruck bekommen.
Hartnäckig hält sich das Argument, Geflüchtete seien für die Aufnahmeländer eine ökonomische Belastung. Nicht einmal Befürworter einer fortschrittlicheren Asylpolitik hinterfragen das. Doch die Annahme fußt auf einer verfehlten Wirtschaftsdoktrin.
In Alabama hat Amazon alles unternommen, um die Gründung einer Gewerkschaft zu verhindern. Die Niederlage wiegt schwer.
Mit weniger Wachstum das Klima retten? Humangeograph Matt T. Huber hält diese Forderung für verfehlt. Warum uns nur die Demokratisierung der Wirtschaft vor dem Kollaps retten kann und weshalb Debatten um Flugscham und kritischen Konsum hinderlich sind, erklärt er im Interview.
Ein Schiff ist eingekeilt und der ganze Welthandel ist festgefahren: Die Havarie der »Ever Given« hat die Absurdität der Just-in-time-Lieferketten verdeutlicht. Jetzt ist die Zeit, eine Relokalisierung der Wirtschaft zu fordern.
Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten ist umstritten. Selbst innerhalb der EU. Ein Zusatzdokument zu Klimazielen soll die Kritik besänftigen. Aber an der neokolonialen Struktur des Deals ändert auch das nichts.
Investoren und Konzerne machen Grundbesitz zum Anlageobjekt. Die Preise steigen, die Verdrängung folgt. Das gilt nicht nur für die Städte, sondern besonders für den ländlichen Raum. Dennoch wird die Landfrage kaum diskutiert. Auch nicht von links. Politisch ist das fatal.
Das ehemalige Werbegesicht von Haribo kritisiert die Schließung des einzigen Werks in Ostdeutschland. Und damit liegt er richtig. Zumindest fast.
Die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns sind unübersehbar: Kleinbetriebe bangen um ihre Existenz, während Großkonzerne profitieren. Diese Verstärkung der Kapitalkonzentration ist eine Konsequenz der Corona-Politik der Regierung.