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Ist Enteignung antisemitisch?

Es ist nicht das erste Mal, dass der Forderung nach Vergesellschaftung von Wohnkonzernen in Berlin mit Antisemitismusvorwürfen begegnet wird. Schon 2019 versuchte die SPD, die Kampagne Deutsche Wohnen & Co Enteignen als Gefahr für Juden darzustellen.

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Ein Plakat von Deutsche Wohnen & Co Enteignen, 2019.
Auch Deutsche Wohnen & Co Enteignen wurde 2019 Antisemitismus vorgeworfen. Die Debatte endete erst, als jüdische Stimmen darauf aufmerksam machten, dass so das Klischee vom reichen jüdischen Hausbesitzer aufgerufen werde. Bild: IMAGO / IPON

Geredet wird über Antisemitismus, gemeint ist Vergesellschaftung. Diesen Eindruck gewinnt man angesichts der aktuellen Empörungsspirale um die Berliner Linkspartei. Trotz der katastrophalen Erfolge der AfD in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern erscheint die Berliner Linke nach ihrem 25-Prozent-Wahlergebnis als eigentliche Bedrohung für die liberale Demokratie. Heraus sticht dabei eine Erklärung ehemaliger Berliner SPD-Bürgermeister und Senatoren, die vor einer Koalition mit der vermeintlich antisemitisch durchsetzten Linkspartei warnen.