Im letzten Jahr beeinflusste Amazon die Gewerkschaftswahl in einem Logistikzentrum in Alabama, um die Organisierung der Mitarbeitenden zu torpedieren. Nun wird die Abstimmung wiederholt.
Um die Wirtschaft zu fördern, beschwören Wirtschaftsliberale gerne die Entfesselung der Märkte. Doch es ist nicht die Kraft des Marktes, die Wohlstand und Innovation hervorbringt, sondern staatliches Handeln. Das zeigt der Blick in die Geschichte.
PCR-Tests sollen künftig nicht mehr kostenfrei sein, alle Verantwortung wird auf die Einzelnen abgewälzt. Von einem solidarischen Umgang mit Corona kann keine Rede sein.
Twitternde Generäle, NATO-Netflix-Produktionen und militärische Denkfabriken: Eine aktuelle Studie zeigt, wie die neue NATO-Strategie zu Aufrüstung und Umverteilung öffentlicher Mittel führt.
Die Vorschläge zur Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro zielen auf eine konservative Anpassung ab. Mit der einmaligen Erhöhung wird die Chance auf eine grundlegende Weiterentwicklung des Gesetzes verpasst.
Die letzten Tage des Neoliberalismus sind gezählt – so lautet zumindest eine weitverbreitete Diagnose der Corona-Krise. Doch der Neoliberalismus verschwindet nicht, er mutiert.
Am 23. Januar 1897 wurde die Architektin und Widerstandskämpferin Margarete Schütte-Lihotzky in Wien geboren. Die Moderne war für sie ein Projekt der Gleichheit und Emanzipation.
Zum Todestag Lenins am 21. Januar wurden in der Sowjetunion Reden geschwungen und Denkmäler aufgestellt. Was die Bewohner eines usbekischen Dorfes stattdessen taten, brachte Bertolt Brecht dazu, sie in einem Gedicht zu verewigen.
Während der Coronakrise wurden die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer – die Forderung nach einer Vermögensabgabe feiert ihr Comeback. Drei Möglichkeiten, wie wir die Reichen besteuern können.
In den 1990er und 2000er Jahren legten Technokraten die politische Auseinandersetzung lahm. Heute ist die Gesellschaft wieder extrem politisiert – aber kaum politisch organisiert.