Die Theorie-Strömung des »politischen Marxismus«, die vor allem durch die Politikwissenschaftlerin Ellen Meiksins Wood geprägt wurde, ist im deutschsprachigen Raum weitgehend unbekannt. Höchste Zeit, das zu ändern.
Mit weniger Wachstum das Klima retten? Humangeograph Matt T. Huber hält diese Forderung für verfehlt. Warum uns nur die Demokratisierung der Wirtschaft vor dem Kollaps retten kann und weshalb Debatten um Flugscham und kritischen Konsum hinderlich sind, erklärt er im Interview.
Der Staat tut derzeit wenig, um das Kinosterben aufzuhalten. Doch mit den Kinos schwindet auch ein Teil der kritischen
Öffentlichkeit. JACOBIN hat eine Betreiberin besucht.
Ein Schiff ist eingekeilt und der ganze Welthandel ist festgefahren: Die Havarie der »Ever Given« hat die Absurdität der Just-in-time-Lieferketten verdeutlicht. Jetzt ist die Zeit, eine Relokalisierung der Wirtschaft zu fordern.
Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten ist umstritten. Selbst innerhalb der EU. Ein Zusatzdokument zu Klimazielen soll die Kritik besänftigen. Aber an der neokolonialen Struktur des Deals ändert auch das nichts.
Das »Manifest der offenen Gesellschaft« beschwört die Kraft des Dialogs. Das ist nicht nur ziemlich naiv, sondern mündet in technokratischen Herrschaftsphantasien.
Das Leben als Hippie in der Sowjetunion war riskant. Lange Haare, Rockmusik und Batikhemden waren dem KGB suspekt. Gegeben hat es die Hippies im Ostblock trotzdem. Ein Blick auf die vergessene Subkultur hinter dem Eisernen Vorhang.
Bei den Parlamentswahlen sind die linken Parteien abgeschmiert. Anstatt in der Krise für einen radikalen Wandel zu werben, gaben sie sich kompromissbereit. Diesen Fehler sollten andere linke Parteien in Europa nicht wiederholen.
Investoren und Konzerne machen Grundbesitz zum Anlageobjekt. Die Preise steigen, die Verdrängung folgt. Das gilt nicht nur für die Städte, sondern besonders für den ländlichen Raum. Dennoch wird die Landfrage kaum diskutiert. Auch nicht von links. Politisch ist das fatal.
Influencer sind der Gipfel der Vermarktung des Selbst. Statt Inhalte präsentieren sie Konsumwünsche und verdienen damit Geld. In diesem Buchauszug erklären Wolfgang M. Schmitt und Ole Nymoen, was das über ihre Klassenzugehörigkeit besagt.