Kurz vor seinem Tod warnte David Graeber davor, nach der Pandemie in eine Traumwelt zurückzutaumeln – eine Welt, in der es angemessen erscheint, die offensichtlich wichtigste Arbeit am schlechtesten zu entlohnen.
Schon im Mai 2020 hatte ein finnisches Team einen Corona-Impfstoff entwickelt, mit dem man die ganze Menschheit hätte versorgen können. Doch die Zulassung scheiterte, weil das Produkt nicht profitabel ist.
Korruptionsvorwürfe in der Politik häufen sich. Die Charakterschwäche einzelner Akteure und ein Mangel an Transparenz sollen schuld sein. Tatsächlich liegt das Problem woanders: Die Demokratie ist kaputt.
Die Corona-Krise legt die Überbelastung der Frauen offen. Doch auch nach einem Jahr Pandemie kämpft sich fast jede einzeln durch den Alltag. Aus der Geschichte der Frauenbewegung wissen wir jedoch, dass es auch anders gehen kann.
Es bringt nichts, danach zu fragen, warum Obdachlosigkeit trotz großen Reichtums in unseren Gesellschaften existiert. Denn die Superreichen sind genau der Grund für dieses Problem.
Mit der aufkommenden Arbeiterbewegung rückten auch die Wohnverhältnisse der Menschen ins Zentrum. Bis heute wird darum gerungen, das Wohnen der Logik des Marktes zu entziehen. Doch welcher Ansatz verspricht den größten Erfolg?
Margaret Thatcher ist dafür bekannt, die Gewerkschaften zerschlagen und den Bankensektor dereguliert zu haben. Der Schlüssel ihrer Macht war aber das Eigenheim.
Der Immobilienboom der letzten Jahre hat die Vermögensungleichheit verschärft. Dazu kommen nun die Pandemie und ihre Kosten. Um die Krisengewinner zur Kasse zu bitten, brauchen wir die richtigen Werkzeuge. Etwa eine Vermögensabgabe und eine Hauszinssteuer.