Fünfzig
Jahre lang haben Unternehmen in den USA ihren Beschäftigten eingeredet, sie
hätten Glück, überhaupt einen Job zu haben. Jetzt dreht eine neu erstarkende
Streikbewegung den Spieß um.
Bedrängte Landwirte protestieren gegen eine Politik,
die über Jahrzehnte von der Agrarlobby mitgestaltet wurde. Und diese nutzt den
Moment, um wiederum die Sonderinteressen von Großkonzernen durchzusetzen.
Während
EU-Beitrittsgespräche mit der Ukraine laufen, machen sich Wirtschaftseliten und
Gewerkschaften jeweils eigene Vorstellungen von der Zukunft des Landes.
Wirtschaftskrise,
Investitionsstau, Rechtsruck – dass all das auf die EU zukommen würde, hat
Gregor Gysi schon vor 25 Jahren vorhergesagt. Nur hörte ihm damals niemand zu.
In Europa gewinnt immer die Seite mit dem großen
Geld. Wir kennen es nicht anders. Doch in den 1970ern hätten beinahe
Sozialisten und Gewerkschafter die Regeln gemacht.
Teile des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes drohen, den Arbeitsmarkt zu deregulieren – zum Nachteil ausländischer wie einheimischer Beschäftigter. Um sich für die demografische Krise zu wappnen, sollte die Bundesregierung im Gegenteil auf gute Arbeit setzen.