Die Deutsche Bahn wird auf Rendite getrimmt
Statt die Deutsche Bahn auf Vordermann zu bringen, werden Linien im Osten lahmgelegt und der Service verschlechtert. Warum? Damit die Bahn für den Staat Gewinne abwirft.
Texte über Arbeit, Kapital, Konzerne und Krisen. Und darüber, wie die Wirtschaft demokratisch gestaltet werden kann.
Statt die Deutsche Bahn auf Vordermann zu bringen, werden Linien im Osten lahmgelegt und der Service verschlechtert. Warum? Damit die Bahn für den Staat Gewinne abwirft.
Union und FDP übernehmen gerade die AfD-Forderung, ukrainischen Geflüchteten das Bürgergeld zu streichen. Das sei im Interesse des »deutschen Steuerzahlers«. Tatsächlich nützt das nur den Unternehmen.
Wer rechte Parteien schwächen will, muss ihren Nährboden austrocknen und die massive Einkommens- und Vermögensungleichheit ernsthaft bekämpfen. Dafür braucht es Mehrheiten – und die erreicht man nicht durch Appelle an die Moral.
Globalisierung ist Klassenkampf von oben und hat viele Arbeiter den Rechten in die Arme getrieben. Die Linke braucht Antworten auf die Probleme, die durch die globale Mobilität des Kapitals entstehen. Kapitalverkehrskontrollen wären ein Anfang.
Der Fußball wird von dubiosen Finanzgeschäften gekapert und von fragwürdigen Investoren kontrolliert. Die Fans sind dabei die Leidtragenden. Sie können kaum mitbestimmen und werden vor allem abgezockt.
KI öffnet neue Einfallstore für einen Klassenkampf von oben, dem Gewerkschaften nicht beikommen werden, wenn sie einseitig an der Sozialpartnerschaft festhalten.
Asylsuchende für 80 Cent die Stunde zur Arbeit zu verpflichten, bestraft sie für etwas, an dem sie gar nicht schuld sind. Denn nicht ihre vermeintliche Arbeitsscheu, sondern etliche bürokratische Hürden halten sie davon ab, reguläre Arbeit zu finden.
Mit der Verhängung hoher Zölle auf wichtige Güter läutet die Biden-Regierung die nächste Runde im Handelskonflikt mit China ein. Die EU wird dabei Querschläge einstecken. Und darunter leiden werden vor allem die europäischen Beschäftigten.
Wie dem Rechtstrend begegnen? Indem man die gesellschaftliche Teilhabe verbessert, sagt die WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch. Die Ampel, die sich bei Sozialstaat und Infrastruktur selbst die Hände gebunden hat, sollte zumindest die Tarifbindung stärken.
Wie können wir uns den Übergang zu einer sozialistischen Wirtschaft vorstellen? Es gibt Hinweise an unwahrscheinlichen Orten: die Managementpraktiken in einigen Privatunternehmen, die Planwirtschaften in Miniatur entwickelt haben.
Um Klimakrise und ökologische Transformation zu stemmen, brauchen Länder des globalen Südens große Investitionen. IWF und Weltbank zeigen einmal mehr, dass sie dazu nicht in der Lage sind.
Die Arbeitszeitverkürzung ist ein politischer No-Brainer. Denn sie erhöht nicht nur die Lebensqualität der Menschen, sondern schont auch Umwelt und Klima und schafft Raum für eine lebendigere Demokratie.