Der Weg zum »Parlament der Arbeit«
Vor 75 Jahren wurde der Deutsche Gewerkschaftsbund ins Leben gerufen. Seine Gründungsgeschichte erinnert uns heute daran, wie umkämpft die Ausrichtung der neuen Bundesrepublik nach dem Krieg gewesen ist.
Texte über Arbeit, Kapital, Konzerne und Krisen. Und darüber, wie die Wirtschaft demokratisch gestaltet werden kann.
Vor 75 Jahren wurde der Deutsche Gewerkschaftsbund ins Leben gerufen. Seine Gründungsgeschichte erinnert uns heute daran, wie umkämpft die Ausrichtung der neuen Bundesrepublik nach dem Krieg gewesen ist.
Die Forderungen der Beschäftigten des öffentlichen Diensts nach mehr Lohn und weniger Arbeit sind eine Chance, den Frust auf die Ampel in progressive Bahnen zu lenken. Doch damit das gelingt, muss Verdi in die Offensive gehen.
Selbst Mario Draghi und der BDI fordern inzwischen industriepolitische Subventionen. Das eröffnet Chancen für linke Politik. Doch ohne klare sozial-ökologische Bedingungen droht die industriepolitische Wende nur den privaten Unternehmen zu nutzen.
Alle reden über Klasse, doch niemand redet mit der Klasse. Die Gewerkschaftssekretärin Katja Barthold und die Journalistin Nina Scholz wollen das ändern. In ihrem neuen Podcast »Klassenfrage« kommen diejenigen zu Wort, die Arbeitskämpfe führen: Beschäftigte und Aktivisten.
Austerität ist nicht einfach nur »schlechte Politik«. Sie ist ein hundert Jahre altes Projekt, um die Demokratie in dem Bereich zu untergraben, der unser Leben am stärksten beeinflusst.
Die sich abzeichnende neue Blockkonfrontation beweist, dass es keine vereinte globale Kapitalistenklasse mehr gibt. Zweifellos lassen sich nicht alle Konflikte mit ökonomischem Kalkül erklären. Und dennoch: Die Konkurrenz zwischen den Staaten ist materiell verankert.
Rechte und Konservative geben sich gerne familienorientiert. Doch ihre Kürzungspolitik treibt immer mehr Kinder in die Armut.
Der Chef der Deutschen Bank zeigt sich entsetzt über den Rechtsruck – und empfiehlt, mehr zu arbeiten. Was das miteinander zu tun hat? Nichts. Aber das muss einen bürgerlichen Sachverstand auch nicht kümmern.
Der britische Premierminister Keir Starmer verkündet, neue Sparmaßnahmen seien unvermeidlich. Damit gibt er sich machtloser als er tatsächlich ist.
Der Chef der US-Notenbank hat das Ende der hohen Zinsen verkündet. Doch die lange Hochzinsphase hat bereits irreparable Schäden angerichtet: Die Energiewende wurde ausgebremst und die Länder des Globalen Südens in die Schuldenkrise getrieben.
Investoren dürfen sich in Deutschland nicht in Anwaltskanzleien einkaufen. Damit soll die Unabhängigkeit der Rechtsberatung gewahrt werden. Das könnte sich bald ändern: Verbraucher müssten dann für den Profit von Investoren zahlen.
FDP und CDU fordern Nullrunden und Kürzungen beim Bürgergeld, weil es in diesem Jahr deutlich stärker gestiegen sei als die Inflation. Was sie unterschlagen: In den drei Jahren zuvor wurde das Bürgergeld real entwertet.