Imperial sind immer die anderen
Neuerdings werfen sich Großmächte gegenseitig vor, imperialistisch zu sein. Ein analytischer Begriff wird zur moralischen Empörungsfloskel degradiert.
Texte, um die großen theoretischen Fragen unserer Ideengeschichte und Gegenwart zu verstehen.
Neuerdings werfen sich Großmächte gegenseitig vor, imperialistisch zu sein. Ein analytischer Begriff wird zur moralischen Empörungsfloskel degradiert.
Der Ukrainekrieg erschüttert die globale Ordnung, die sich nach dem Kalten Krieg etabliert hat. Wie es soweit kommen konnte und wohin es in Zukunft gehen könnte, erklärt der Weltsystemtheoretiker Georgi Derluguian.
Im JACOBIN-Interview räumt Vivek Chibber mit den Irrtümern der klassischen Imperialismustheorie auf.
Zwei Neuerscheinungen beleuchten Leben und Wirken jüdischer Intellektueller in der DDR – jenseits eindimensionaler Klischees.
Nietzsche bleibt ein Gegner des Sozialismus. Das heißt aber nicht, dass er immer nur falsch lag.
Heute wäre Howard Zinn 100 Jahre alt geworden. Der Historiker ist berühmt für seine »Geschichte des amerikanischen Volkes«. Was viele nicht wissen: Als Antikriegsaktivist unternahm er selbst Initiativen, Frieden zu stiften.
Heute vor 45 Jahren veröffentlichte der Dissident Rudolf Bahro sein Manifest für einen anderen Sozialismus in der DDR und den Staaten des Sowjetblocks. Es ist erstaunlich aktuell geblieben.
Im JACOBIN-Interview spricht die Philosophin darüber, warum die Analyse des Kapitalismus der Schlüssel zum Verständnis unserer Gesellschaften bleibt.
Der Kommunismus ist älter als Marx, Engels und Lenin. Für eine Gesellschaft ohne Privateigentum und das »alberne Recht der Erbfolge« agitierte ein Wiener schon im 18. Jahrhundert.
Machiavelli gilt vielen als zynischer Machttheoretiker. In Wirklichkeit wollte er die Souveränität des Volkes stärken und die Macht von Oligarchen beschränken.
Michel Houellebecq ist milde geworden, so das weitläufige Urteil über seinen letzten Roman »Vernichten«. Doch statt Humanismus durchzieht den Roman dieselbe soziale Kälte, die man von dem Chronisten der Generation X gewohnt ist.
Erasmus Schöfer schrieb nicht nur über die Arbeiterinnen und Arbeiter dieser Welt, er brachte sie auch selbst zum Schreiben. Ein Nachruf auf den Schriftsteller Erasmus Schöfer.