Christian Lindner will »nicht mehr jeden Radweg in Peru« finanzieren und markiert damit einen neuen Tiefpunkt der entwicklungspolitischen Debatte. Die Wahrheit ist: Die reichen Länder blockieren Schritte, die Entwicklungshilfe langfristig überflüssig machen würden.
Vor einem Jahr kamen über 600 Menschen bei einem Schiffsunglück im Mittelmeer ums Leben. Die griechische Polizei versuchte, den Überlebenden die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben. Jetzt wurden sie endlich freigesprochen.
Millionen Menschen mussten hohe Heizkosten-Nachzahlungen für 2022 leisten – wegen der Explosion der Gaspreise, aber auch weil Unternehmen die Preise in die Höhe treiben. Nicht nur die große Politik, sondern auch die Arbeit vor Ort kann hier gegensteuern.
Wie können wir uns den Übergang zu einer sozialistischen Wirtschaft vorstellen? Es gibt Hinweise an unwahrscheinlichen Orten: die Managementpraktiken in einigen Privatunternehmen, die Planwirtschaften in Miniatur entwickelt haben.
Spaniens Rechtsaußen-Partei Vox lud kürzlich rechte Führungsfiguren von Marine Le Pen bis Javier Milei nach Madrid. Der Kongress hat gezeigt, wie enthusiastisch und wie koordiniert diese globale Bewegung ist – und welche zentrale Rolle Vox dabei spielt.
MERA25 tritt zur Europawahl an und will gegen oligarchische Strukturen in der EU vorgehen. Spitzenkandidatin Karin de Rigo erklärt im Interview, was ihre Prioritäten sind und was sie von anderen linken Parteien unterscheidet.
In Indien hat die neoliberale Ära seit den 1990ern die Ungleichheit stark ansteigen lassen. Mit seiner zunehmend autoritären und hetzerischen Politik versucht Narendra Modi nun, den sozialen Unmut aufzugreifen, ohne die ökonomischen Rahmenbedingungen anzutasten.
Das Attentat auf den slowakischen Premier Robert Fico folgt aus einer jahrelangen Verrohung der Politik. Die gegnerischen Lager sollten jetzt aufhören, sich als »amerikanische« und »russische Agenten« zu beschimpfen und den Menschen Mut statt Panik machen.
An diesem Tag vor 75 Jahren trat das deutsche Grundgesetz in Kraft. Es ist Zeugnis einer Zeit, in der eine Sozialisierung der Wirtschaft noch im Raum stand, und hält diese Möglichkeit auch für die Zukunft bereit.
Die Abgeordneten des Bundestags gönnen sich eine Diätenerhöhung von 635 Euro im Monat – mehr als das ständig als zu hoch kritisierte Bürgergeld. Vielleicht sollten gewisse Politiker einmal den eigenen Gürtel enger schnallen.
Um Klimakrise und ökologische Transformation zu stemmen, brauchen Länder des globalen Südens große Investitionen. IWF und Weltbank zeigen einmal mehr, dass sie dazu nicht in der Lage sind.
Die Kritik, nur wer gegen alle vorherigen Kriege auf die Straße gegangen sei, könne glaubwürdig gegen den Gaza-Krieg protestieren, ist scheinheilig und falsch. Wo die eigene Regierung Mitverantwortung trägt, ist Protest besonders angebracht und effektiv.