Das deutsche Modell hält nicht ewig
Schon vor der Pandemie stand die Exportsucht in Frage. Und damit auch die Macht der Gewerkschaften.
Texte über Arbeit, Kapital, Konzerne und Krisen. Und darüber, wie die Wirtschaft demokratisch gestaltet werden kann.
Schon vor der Pandemie stand die Exportsucht in Frage. Und damit auch die Macht der Gewerkschaften.
Im Corona-Jahr mussten einige so viel arbeiten wie noch nie. Andere durften gar nicht. Das Ergebnis ist eine noch tiefer gespaltene Klasse.
Die Gig Economy ist für ihre besonders schlechten Arbeitsbedingungen berüchtigt. Doch die Plattformunternehmen geraten zunehmend unter Druck.
Wirtschaftsfragen haben Konjunktur. Linke stellen dabei leider oft ihre Unwissenheit zur Schau.
Allem Hype zum Trotz ist der Bitcoin ein Zahlungsmittel, das die Welt nicht braucht. Denn der Bitcoin ist keine Währung, er ist ein Spekulationsobjekt.
Im letzten Jahr gab es so viele neue Milliardäre wie nie zuvor. Mit Leistung hat das nichts zu tun. Denn auf der ganzen Welt sorgen Staaten dafür, dass Reiche immer reicher werden.
Artikel 15 im Grundgesetz erlaubt die Sozialisierung ganzer Wirtschaftszweige. Die Möglichkeit eines demokratischen Übergangs zum Sozialismus scheint hier angelegt zu sein. Aber Vergesellschaftung alleine macht noch kein neues Wirtschaftssystem.
Wie prekär die Arbeitsbedingungen im Kulturbetrieb sind, hat der Lockdown offenlegt. Daran werden auch die bevorstehenden Lockerungen nicht rütteln. Im Kampf um bessere Verhältnisse braucht es neue Bündnisse.
Real Madrids Vorsitzender Florentino Pérez ist Bauunternehmer und Multimilliardär. Er war nicht nur ein zentraler Akteur der gescheiterten European Super League. Er verscherbelt auch ganze Stadtviertel, um sich zu bereichern.
Das Kapital hat eine Politik der Vollbeschäftigung schon immer abgelehnt, weil sie die Verhandlungsmacht der Arbeiterschaft stärkt. Umso wichtiger ist heute die Forderung nach einer Jobgarantie.
Der Mietendeckel sollte die Forderung nach der Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne besänftigen. Mit dem Urteil aus Karlsruhe hat das Begehren um die Enteignung neuen Nachdruck bekommen.
Hartnäckig hält sich das Argument, Geflüchtete seien für die Aufnahmeländer eine ökonomische Belastung. Nicht einmal Befürworter einer fortschrittlicheren Asylpolitik hinterfragen das. Doch die Annahme fußt auf einer verfehlten Wirtschaftsdoktrin.