Amazon hat seinen Beschäftigten den Kampf angesagt – und gewonnen
In Alabama hat Amazon alles unternommen, um die Gründung einer Gewerkschaft zu verhindern. Die Niederlage wiegt schwer.
Texte über Arbeit, Kapital, Konzerne und Krisen. Und darüber, wie die Wirtschaft demokratisch gestaltet werden kann.
In Alabama hat Amazon alles unternommen, um die Gründung einer Gewerkschaft zu verhindern. Die Niederlage wiegt schwer.
Mit weniger Wachstum das Klima retten? Humangeograph Matt T. Huber hält diese Forderung für verfehlt. Warum uns nur die Demokratisierung der Wirtschaft vor dem Kollaps retten kann und weshalb Debatten um Flugscham und kritischen Konsum hinderlich sind, erklärt er im Interview.
Ein Schiff ist eingekeilt und der ganze Welthandel ist festgefahren: Die Havarie der »Ever Given« hat die Absurdität der Just-in-time-Lieferketten verdeutlicht. Jetzt ist die Zeit, eine Relokalisierung der Wirtschaft zu fordern.
Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten ist umstritten. Selbst innerhalb der EU. Ein Zusatzdokument zu Klimazielen soll die Kritik besänftigen. Aber an der neokolonialen Struktur des Deals ändert auch das nichts.
Investoren und Konzerne machen Grundbesitz zum Anlageobjekt. Die Preise steigen, die Verdrängung folgt. Das gilt nicht nur für die Städte, sondern besonders für den ländlichen Raum. Dennoch wird die Landfrage kaum diskutiert. Auch nicht von links. Politisch ist das fatal.
Das ehemalige Werbegesicht von Haribo kritisiert die Schließung des einzigen Werks in Ostdeutschland. Und damit liegt er richtig. Zumindest fast.
Die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns sind unübersehbar: Kleinbetriebe bangen um ihre Existenz, während Großkonzerne profitieren. Diese Verstärkung der Kapitalkonzentration ist eine Konsequenz der Corona-Politik der Regierung.
Geisterhafte Dörfer, verlassene Bushaltestellen und Klinikschließungen zeigen: der Markt versagt. Die Privatisierungswelle der letzten Jahrzehnte hat Versorgungslücken hinterlassen. Aber quer durchs Land holen sich die Kommunen ihre Grundversorgung zurück.
Die Corona-Krise legt die Überbelastung der Frauen offen. Doch auch nach einem Jahr Pandemie kämpft sich fast jede einzeln durch den Alltag. Aus der Geschichte der Frauenbewegung wissen wir jedoch, dass es auch anders gehen kann.
Der Immobilienboom der letzten Jahre hat die Vermögensungleichheit verschärft. Dazu kommen nun die Pandemie und ihre Kosten. Um die Krisengewinner zur Kasse zu bitten, brauchen wir die richtigen Werkzeuge. Etwa eine Vermögensabgabe und eine Hauszinssteuer.
Der harte Umbruch zur E-Mobilität könnte einen massenhaften Stellenabbau in den Daimler-Werken in Berlin-Marienfelde zur Folge haben. Gestern Nacht rief die IG Metall zu Warnstreiks auf. Denn die Beschäftigten wollen über ihre Zukunft mitentscheiden.
Alte Menschen werden in Deutschland häufig von Arbeiterinnen aus Osteuropa gepflegt. Weil es hier kaum Regulierungen gibt, gehören Lohndumping und 24h-Stunden-Einsätze für sie zum Alltag. Dagegen wehrt sich eine bulgarische Pflegerin mit einer Klage.