Nach der blutigen Zerschlagung der Münchner Räterepublik wurde Bayern zu einer antisozialistischen »Ordnungszelle«. Eine neue Studie zeigt, warum diese regionale Konfrontation zwischen Kommunismus und Faschismus für den folgenschweren Aufstieg der NSDAP so entscheidend war.
Die Lohn-Preis-Spirale hat im 20. Jahrhundert tatsächlich die Inflation angekurbelt. Eine derartige Teuerungspirale ist heute aber ausgeschlossen. Dafür sind die Gewerkschaften schlicht nicht stark genug.
Wer sich elend fühlt, ist selbst schuld – das zumindest will uns die boomende Glücksindustrie glauben machen. Sie verspricht kein kollektives, sondern nur das individuelle Lebensglück – und schadet uns damit allen.
Eine Partei, die nicht enteignen will, lässt sich nicht überreden. Es ist daher keine Überraschung, dass die Berliner SPD lieber mit der CDU koaliert, als eine Vergesellschaftungsregierung zu bilden.
Benito Mussolini hat der modernen Sparpolitik den Weg bereitet und die Arbeiterbewegung unterdrückt. Liberale Ökonomen im In- und Ausland bewunderten ihn dafür.
Klimabewegung und Beschäftigte im ÖPNV streiken heute in vielen Städten gemeinsam. Denn der Kampf um höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und den Ausbau des Nahverkehrs lässt sich nur zusammen gewinnen.
Die öffentliche Finanzierung der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung muss verhindert werden. Doch ein entsprechendes Stiftungsgesetz darf sich nicht auch gegen die gesellschaftliche Linke wenden.
Die kommenden Wochen werden für die deutsche Gewerkschaftsbewegung entscheidend sein. Sie braucht breite Unterstützung. Denn die gewerkschaftsfeindliche Propagandamaschine läuft schon heiß.
Der senegalesische Regisseur Ousmane Sembène ist als Vater des afrikanischen Kinos in die Geschichte eingegangen. Sein Werk verschrieb sich unverhohlen der Befreiung der afrikanischen Arbeiterklasse. Bis heute zeugen seine Filme vom Potenzial politischer Kunst.
Mit dem Kollaps der Sowjetunion hat die Linke ihre vereinenden Referenzen verloren: Revolution, Antifaschismus und Antiimperialismus. Wenn die Linke wieder gewinnen will, muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen.
Heute vor dreißig Jahren starb einer der wichtigsten ostdeutschen Historiker: Manfred Kossok. Sein Werk bietet noch immer eine einzigartige Perspektive auf die Geschichte der Revolution.
Eine Schuldenstreichung für den Globalen Süden wäre im Interesse aller – außer der herrschenden Klasse. Dass das machbar ist, beweist das Londoner Schuldenabkommen, das heute vor siebzig Jahren besiegelt wurde.