Eine Schuldenstreichung für den Globalen Süden wäre im Interesse aller – außer der herrschenden Klasse. Dass das machbar ist, beweist das Londoner Schuldenabkommen, das heute vor siebzig Jahren besiegelt wurde.
Es reicht nicht, die vielen Probleme des Kapitalismus nur zu benennen – wir brauchen auch ein Ideal von Gerechtigkeit und eine positive Vision für die Zukunft.
Das Ausmaß der Zerstörung nach dem verheerenden Erdbeben in der Türkei ist eine direkte Konsequenz der Klientelpolitik der AKP. Denn die setzte auf schnelle Profite und nicht auf Erdbebensicherheit.
Steuern runter für Reiche, Steuern rauf für Arme – das forderte ein aktuelles Papier der FDP, das wieder offline genommen wurde. Auf einmal will es keiner gewesen sein.
Dass Elon Musk Gewerkschaften verachtet, ist kein Geheimnis. Doch die Löhne und Bedingungen in seiner Tesla-Gigafactory sind so schlecht, dass er für das Werk in Grünheide kaum Beschäftigte findet.
Der Ukraine-Krieg stellt die Bundesregierung vor Probleme. Bis zur Münchner Sicherheitskonferenz hätte dafür eigentlich eine Strategie entwickelt werden sollen. Doch zwischen Scholz und Baerbock kriselt es.
Die Desillusionierung nach 1990 hat in Russland zu einer Ablehnung des westlichen Liberalismus geführt. Die Ideologie, die aus dieser Enttäuschung hervorgeht, ist jedoch mit einer sozialistischen Kritik des Liberalismus unvereinbar.
Das Mittelalter-Epos »Lapvona« der gefeierten Autorin Ottessa Moshfegh ist grotesk, brutal – und oberflächlich. Denn Moshfegh fragt nicht nach den sozialen Ursachen für das Elend, das sie inszeniert.
Die schlechte wirtschaftliche Entwicklung des Globalen Südens wird häufig auf Korruption und fehlende Ressourcen geschoben. Doch die wirkliche Ursache für die fehlende Entwicklung ist systemischer Natur.
Hans Modrow wollte die DDR in eine bessere Zukunft führen. Mit seinem Tod verliert die Linke einen integren, wenn auch widersprüchlichen Kämpfer für den Sozialismus.