Jahrelang versuchte Die Linke unterschiedliche lohnarbeitende Gruppen im Rahmen einer »verbindenden Partei« zusammenzubringen. Doch die Verbindung zu großen Teilen der Arbeiterklasse blieb aus. Eine neue Strategie, die die gemeinsamen Klasseninteressen ins Zentrum rückt, soll das ändern.
Wladimir Putins System setzte lange auf ein möglichst apathisches Wahlvolk. Bei den jüngsten Wahlen wurde ein anderer Ansatz verfolgt: Die Bevölkerung soll mobilisiert werden, um Unterstützung für eine weitere Zentralisierung der Macht zu inszenieren.
Eine alternde Gesellschaft hat höhere Ausgaben für Pflege, Gesundheit und Rente. Das ist an sich aber kein unlösbares Problem. Was wir brauchen? Eine produktive Wirtschaft und eine feministische Offensive, die das Leben ins Zentrum stellt.
Der KI-Boom sorgt für dieselben globalen Ungleichgewichte, die schon 2008 die Finanzkrise ausgelöst haben. Gleichzeitig bauen Investoren massiv auf Geld aus den Golfstaaten; und die allerersten, die tatsächlich ihre Jobs verlieren, sind Niedriglöhner.
Obwohl Die Linke die Wahl in Berlin gewonnen hat, lässt sie sich von zwei Wahlverlierern erpressen. Das ist fatal – denn sollte sie auch bei der Vergesellschaftungsfrage Abstriche machen, verspielt sie eine vielleicht historische Chance.
In den USA werden immer mehr Menschen in Abschiebelagern festgehalten, oft ohne Straftat und ohne Aussicht auf ein Ende ihrer Haft. Doch die Lager sind kein rein amerikanisches Phänomen. Auch Europa baut ein globales System der Migrationskontrolle aus.
Die Linke hat einen wichtigen Beitrag dazu geliefert, einen positiven Wandel im deutschen Antisemitismusdiskurs voranzutreiben – zusammen mit linken Jüdinnen und Juden. Umso wichtiger ist es, dass sie diesen in den Koalitionsverhandlungen nicht opfert.
Seit Jahrzehnten drückt das Outsourcing öffentlicher Dienstleistungen die Löhne und verschärft die Arbeitsbelastung. Zwei Reinigungskräfte berichten von ihrem Arbeitsalltag und davon, wie sie gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen.
Die Linke hat Berlin gewonnen, doch schon die »Vorsondierungen« zeigen, dass sie sich nur schwer gegenüber SPD und Grünen durchsetzen kann. Sollte sie unter solchen Bedingungen wirklich regieren, oder wäre sie effektiver aus der Opposition heraus?
Das World Inequality Lab hat einen ambitionierten Umverteilungsplan vorgelegt. Allerdings müsste die Arbeiterschaft in den reicheren Ländern dafür eine Situation hinnehmen, die der neoliberalen Austerität der letzten 30 Jahre gleichkommt.
Der Rückhalt für die traditionellen Volksparteien ist so schwach wie noch nie. Im Interview erklärt Politikwissenschaftler Tarik Abou-Chadi, warum die AfD von dieser Dynamik so stark profitiert und was linke Parteien seiner Meinung nach anders machen müssen, um den Trend aufzuhalten.