Als Bernie Sanders 2016 ins Rennen um das Weiße Haus ging, galt eine sozialistische Agenda im US-Mainstream als chancenlos. Doch ein Jahrzehnt nach seiner ersten Kandidatur führt eine wachsende sozialistische Bewegung seine Mission fort.
Anwar Shaikh, der brillanteste marxistische Wirtschaftswissenschaftler seiner Generation, ist tot. Seine Arbeit wird die politische Ökonomie noch viele Jahre lang prägen.
US-Staatsanleihen galten lange als sicherer Hafen der globalen Finanzwelt. Doch die Käuferstruktur hat sich verändert, China zieht Kapital ab und die Zinsen steigen. Dahinter steckt eine tiefere Krise des finanzialisierten Kapitalismus.
Der Genozid in Namibia begann nicht erst 1904, sondern mit dem Massaker von Hornkranz. Bis heute verweigert die Bundesrepublik eine echte Aufarbeitung. Stattdessen versucht sie, grüne Kraftwerke auf den Massengräbern der Opfer zu bauen.
Theresa hat ihren Job gekündigt, weil er sie ausgelaugt hat. Seither hat sie Angst davor, nie einen Beruf zu finden, der ihren Ansprüchen genügt. Şeyda Kurt findet: Das Problem sind nicht die Ansprüche, sondern die Verhältnisse.
Der Rückzug von Andreas Babler war ein Aufbegehren der Länderchefs im Bunde mit der Dichand-Presse. Aber aus der aktuellen Situation geht niemand als Gewinner hervor: Denn ein Parteiapparat, der jeden Vorsitzenden zermürbt, lässt keinen Kurswechsel zu.
Wladimir Putin hat den Krieg in der Ukraine auch genutzt, um die russische Zivilgesellschaft zu zerschlagen. Indirekte Unterstützung gab es von westlichen Politikern, deren chauvinistische Äußerungen dazu beitragen, die Macht des Alleinherrschers zu festigen.
Im Jahr 1919 eroberten Sozialisten das Wiener Rathaus und gingen neue Wege, um die dramatische Wohnungsnot in der Stadt zu beheben. Das Rote Wien kann auch heute noch als Inspiration für linke Stadtpolitik dienen.
Sevim Dagdelen wurde auf einer Friedensdemonstration ausgebuht, weil das BSW immer wieder mit der AfD kokettiert. Aber dass es sich in der Friedensbewegung überhaupt breitmachen konnte, liegt auch an der Linken: Sie hat das Feld jahrelang anderen überlassen.
Die Vergesellschaftungsbewegung hat jahrelang für ihre Forderung gekämpft. Nun streiten Ökonomen über ihre Finanzierung und Umsetzung. Die Gutachtenschlacht 2.0 zeigt: Vergesellschaftung ist keine Utopie mehr, sondern eine konkrete politische Option.
Spanien boomt, doch für viele Mieterinnen und Mieter wird das Leben unbezahlbar. Während Pedro Sanchez vor den Immobilienfonds zurückschreckt, wächst der Widerstand – und mit ihm eine neue Mieterbewegung, die sich auf Klassenkampf und Organisierung beruft.
Die Linke hat sich das Wort »böse« abgewöhnt, die Rechte nutzt Moral dafür umso lieber. Susan Neiman warnt: Wer auf moralische Sprache verzichtet, überlässt das Feld denen, die sie für unmoralische Ziele einsetzen.