Friedrich Merz wollte die Union nach den Merkel-Jahren wirtschaftsliberaler, konservativer und führungsstärker machen. Jetzt steht er vor den Trümmern seiner Kanzlerschaft – denn dieser Kurs führt nicht zu Prosperität, sondern nur zu weiterem Abstieg.
Die Mitglieder der größten Automobilgewerkschaft in Nordamerika stimmen derzeit über ihre Führungsspitze ab. Dabei wird sich auch entscheiden, ob Präsident Shawn Fain seinen kämpferischen Reformkurs fortsetzen kann.
Der Soziologe Steffen Mau spricht im Interview darüber, wo das neue Ostbewusstsein herkommt, wo Brandmauern hingehören und wo nicht, und warum die AfD mehr Volksbefragungen will, aber keine Bürgerräte.
Für Die Linke gibt es keinen einfachen Ausweg aus der Klemme zwischen CDU-Stützung und AfD-Ermöglichung. Will sie strategische Autonomie haben, muss sie eine soziale Basis aufbauen.
Durch die AfD ist Sachsen-Anhalt so wichtig wie noch nie. Linke müssen sich fragen, warum nicht sie es sind, die hier machtlosen Menschen zu politischer Geltung verhelfen.
Tech-Giganten meinten, ihre KI-Rechenzentren hinbauen zu können, wo sie wollen. Doch jetzt regt sich breiter Widerstand – über politische Lager hinweg.
Migration bringt Herausforderungen mit sich. Wo sie zur Mutter aller Probleme erklärt wird, offenbart das aber vor allem eine Identitätskrise der Aufnahmeländer.
Die Linke führt in Berlin die Umfragen an – doch statt diesen Höhenflug zu nutzen, entschuldigt sich die Parteispitze für den Auftritt des Rappers Dahabflex in Neukölln. Wer sich von der Presse treiben lässt, droht sein Momentum zu verlieren.
Der demokratische Kapitalismus steckt in der Polykrise – Bahn, Schulen und Wohnungen verfallen, weil der Staat pleite ist. Brandmauern gegen die AfD ändern daran wenig. Es braucht nicht einfach eine Offensive gegen rechts, sondern auch gegen das Kapital.
Die Berliner Linke hat gute Chancen, bei der Abgeordnetenhauswahl stärkste Kraft zu werden. Um aus dem Wahlergebnis eine erfolgreiche linke Regierung zu machen, muss die Partei die Vergesellschaftung der großen Wohnkonzerne zur Bedingung machen.
Victor Serge erlebte die großen Revolutionen seiner Zeit und starb mit 56 im mexikanischen Exil. Geprägt von Hoffnung und Verzweiflung, können sein Leben und seine Arbeit uns heute dabei helfen, Europas turbulentes 20. Jahrhundert zu verstehen.
Die Vermögensungleichheit war zu abstrakt, um daran Gerechtigkeitsfragen zu verhandeln. Der neue Staubsauger des syrischen Nachbarn dagegen greifbar. Erinnerungen an ein Praktikum bei einer Tafel in Sachsen-Anhalt.