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Cover der JACOBIN Ausgabe #24 »Palästina«

Illustration: Zane Zlemeša

#24Palästina

Was bleibt nach zweieinhalb Jahren Genozid? Eine Welt, die wegschaut, ein Waffenstillstand, der keiner ist, und eine ganze Region in Flammen. Die neue Jacobin-Ausgabe über Palästina.

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Doppelseite der JACOBIN Ausgabe #24 »Palästina«

Die westliche Sicht auf den Nahostkonflikt ist geprägt von Mythen. Rashid Khalidi klärt auf, warum Israel nie ein Underdog und ziviler Widerstand der Palästinenser stets unerwünscht war.

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Eine Parade der britischen Armee vor der »Zitadelle« in Jerusalem, 1936.

Der Krieg gegen Palästina

Die westliche Sicht auf den Nahostkonflikt ist geprägt von Mythen. Der Historiker Rashid Khalidi klärt auf, warum Israel nie ein Underdog und ziviler Widerstand der Palästinenser stets unerwünscht war.

Interview mit Rashid Khalidi
Jedes Zukunftsszenario, jede Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden, geschweige denn auf ein Leben in Würde für Palästinenser, hängt ausschließlich von der Willkür mächtiger fremder Akteure ab.«

Nach dem Krieg ist vor dem Krieg

Mit dem sogenannten Waffenstillstand in Gaza und dem neuen Krieg Israels und der USA im Iran droht das Schicksal der Palästinenser abermals in Vergessenheit zu geraten. Das darf die internationale Solidaritätsbewegung nicht zulassen.

Von Loren Balhorn
»Die israelische Propagandastrategie umfasst den Aufbau internationaler Netzwerke, die gezielte Beeinflussung von Journalistinnen und politischen Entscheidungsträgern und langfristige Diskursarbeit.«

Die Propaganda, die wir nicht Propaganda nennen

Seit Beginn des Gaza-Krieges dominiert eine Sichtweise die deutsche Debatte: die israelische. Wer diese Einseitigkeit verstehen will, muss sich mit dem israelischen Propaganda-Apparat beschäftigen. Und der reicht weit über Youtube-Kampagnen hinaus.

Von Pauline Jäckels
»Situationsgetriebenes Reagieren, eine menschenrechtliche Egal-Haltung sowie selbstgefällige Rhetorik bei eigentlicher Planlosigkeit sind in der Lage, schlimmste Ergebnisse zu zeitigen.«

Die Staatsräson nach Gaza

Im Angesicht des Grauens im Gazastreifen sind Staatsräson-Verfechter etwas kleinlauter geworden. Aber Deutschlands außenpolitisches Establishment hat nicht das Zeug zu einem ernsthaften Kurswechsel, wie er nötig wäre.

Von Daniel Marwecki
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Mohammed El-Kurd schreibt in seinem Essay über das Leben und Sterben als Palästinenser.

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»Korrespondenten töten uns mit passiver Sprache. Wenn wir Glück haben, sagen Diplomaten, dass unser Tod sie betroffen macht, aber sie erwähnen niemals den Schuldigen, ganz zu schweigen davon, ihn zu verurteilen.«

Scharfschützen haben saubere Hände

Leben und sterben als Palästinenser: Von Siedlern vertrieben, von Soldaten erschossen, von Journalisten entmenschlicht, darf er nur ein Terrorist sein oder ein perfektes Opfer, das keinen Widerstand leistet.

Von Mohammed El-Kurd
»Das palästinensische Volk ist heute weiter von der Selbstbestimmung entfernt als jemals zuvor seit dem als Erste Intifada bekannten unbewaffneten Volksaufstand.«

Nach der Katastrophe

Die Strategie des bewaffneten Kampfes hat die Palästinenser in den Abgrund gestürzt. Vielleicht kann eine Rückbesinnung auf die gewaltfreien Methoden der Ersten Intifada einen Weg in die Zukunft weisen.

Von Gilbert Achcar
»850 polizeiliche Maßnahmen wurden innerhalb von zwei Wochen auf der Sonnenallee für die sogenannte präventive Gefahrenabwehr
durchgeführt.«

Moralpanik um Palästina

Die Kriminalisierung von Palästina-Solidarität lässt sich nicht mit antipalästinensischem Rassismus erklären. Denn ihre Beweggründe und ihre Folgen reichen weit über Hass und Ausschluss hinaus.

Von Bafta Sarbo und Simin Jawabreh
1982 ermordeten christliche Milizen –unterstützt von der israelischen Armee – Hunderte bis Tausende Zivilisten in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila in Beirut, Libanon. Heute
erinnern Wandgemälde an das Massaker.

Befreiung als Beziehung

Die kurdische und die palästinensische Befreiungsbewegung verbindet eine Geschichte praktischer Solidarität. Doch heute wird sie nicht nur durch geopolitische Gräben erschwert, auch ihre Vorstellungen von Freiheit haben sich auseinanderentwickelt.

Von Kerem Schamberger
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Im Osnabrücker VW-Werk könnten bald Panzer vom Band rollen. Oder Elektro-Kleinbusse. Oder gar nichts mehr.

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Für Aktivistin Lotte ist Osnabrück ein Symbolort: Hier entscheidet sich, ob die Industrie auf zivile Konversion oder Aufrüstung setzt.

Wenn Rheinmetall klopft

Im Osnabrücker VW-Werk könnten bald Panzer vom Band rollen. Oder Elektro-Kleinbusse. Oder gar nichts mehr. Während Friedensaktivisten eine zivile Zukunft für den Betrieb fordern, sorgen sich die Beschäftigten vor allem um ihre Jobs.

Von Ronja Morgenthaler
»Der Matador hat sich im
Häuserkampf bewährt, wo
er sich bestens eignet, um
auf ›Strukturen‹ (Wohnhäuser) und ›Weichziele‹
(Menschen) zu schießen.«

Beihilfe zum Völkermord

Bei Rüstungsexporten nach Israel ist die Bundesregierung noch intransparenter als sonst. Das kommt nicht von ungefähr: Die Unterstützung für einen Genozid soll von der demokratischen Rechenschaftspflicht ausgenommen werden.

Von Karim Natour
In El Salvadors Mega-Gefängnis in Tecoluca.

Trumps Kerkermeister in El Salvador

El Salvadors Präsident Nayib Bukele gibt sich als erfolgreicher Unternehmer mit Krypto-Affinität. Seine größte Innovation als Staatsmann ist es, Gefängniszellen für abgeschobene Migranten an die USA zu vermieten.

Von Hilary Goodfriend
Coupang ist wie Amazon und Uber Eats in einem.

Warum Koreas Amazon in Amerika sitzt

Coupang ist die führende E-Commerce-Plattform von Südkorea, aber in den USA gemeldet. Und es nutzt seine Lobbymacht in Übersee, um der Rechenschaft für schwere Datenschutzverstöße und gefährliche Arbeitsbedingungen zu entgehen.

Von Kap Seol
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Hanna Pickard stellt ein neues Verständnis von Sucht vor, das Menschen und Ratten gerecht wird.

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»Teilhabe am konventionellen Leben schützt vor Sucht und ist auch oft entscheidend für einen erfolgreichen Entzug.«

Raus aus dem Kokain-Käfig

Unser Verständnis von Sucht basiert auf Experimenten, in denen Ratten in Käfigen mit nichts als Kokain alleine gelassen wurden. Die Philosophin Hanna Pickard stellt im Interview ein anderes Konzept vor, das unserer Lebensrealität (und auch der von Nagetieren) näherkommt.

Interview mit Hanna Pickard
»Reproduktionsarbeit wie die CDU realitätsfern als leere Zeit zu betrachten, rächt sich irgendwann auch wirtschaftlich.«

Teilzeit ist auch Vollzeit

Nicht Work-Life-Balance ist weltfremd. Weltfremd ist die Idee, dass vierzig Stunden arbeitende Frauen die Strukturkrise einer Industrienation lösen werden.

Von Julia Werthmann
»Deutschlands industrieller Niedergang ist zwar real, aber zu einem wesentlichen Teil selbst verursacht und deshalb auch umkehrbar.«

Mit China gegen die Deindustrialisierung

Deutschlands Abstieg in eine Dienstleistungsgesellschaft wäre ein soziales Desaster. Doch er lässt sich noch abwenden – und das ohne neoliberalen Unterbietungswettbewerb.

Von Dominik A. Leusder
Der ungarische Komponist, Musikpädagoge und Musikethnologe Zoltán Kodály.

Musik ist bei Vergesellschaftung mitgemeint

In einer idealen Gesellschaft wären auch die Produktionsmittel der Musik gerecht verteilt: Umfassende Bildung und Infrastruktur sollten dafür sorgen, dass alle über die nötigen Mittel verfügen, um an unserem kollektiven musikalischen Erbe teilzuhaben.

Von Stephan Hammel
Doppelseite der JACOBIN Ausgabe #24 »Palästina«

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