Die Linke hat kein »Antisemitismusproblem«. Der Vorwurf dient nur einem Zweck: SPD und Grüne von einer Regierungsbeteiligung abzuhalten – und damit die Vergesellschaftung von Wohnraum zu verhindern.
Die USA haben jahrzehntelang versucht, ihren Imperialismus schönzureden. Donald Trump hingegen spart sich jegliche moralische Rechtfertigung für seine Raubzüge. Während die USA schwächer werden, verhält sich ihre Führung immer dreister und gefährlicher.
CDU und SPD haben gestern die schlechtesten Ergebnisse ihrer Geschichte eingefahren, die Mitte pfeift aus dem letzten Loch. Man kann das betrauern – oder endlich als Chance begreifen, ihr mit einer starken linken Alternative entgegenzutreten.
Cedric J. Robinsons »Black Marxism« gilt als Meilenstein der antirassistischen Theorie. Doch der marxistische Historiker August Nimtz widerspricht dessen Analyse von Rassismus, Klasse und Revolution. Im Interview erklärt er, warum.
Die Automobilindustrie baut massenhaft Arbeitsplätze ab, während die Bundesregierung den Sozialstaat demontiert. Die IG Metall ruft nun zu zwei Aktionstagen auf – dort wird entschieden, ob sie endlich in die Offensive geht.
Zohran Mamdani verbindet politische Botschaften mit konkreten Alltagserfahrungen und bringt Menschen dazu, sich zu organisieren. Seine ehemalige Kommunikationsdirektorin Emily Lemmerman erklärt, warum diese Strategie funktioniert.
Immer mehr Menschen müssen sich verschulden, um alltägliche Rechnungen zu bezahlen. Und immer öfter sichern staatliche Sozialleistungen vor allem die Kredite der Gläubiger ab. Heute mehr denn je ist Verschuldung das Lebenselixier des Kapitalismus.
Die AfD profitiert von Unsicherheit und Frust in der Arbeitswelt. Gewerkschaften können dem Rechtsruck etwas entgegensetzen, aber nur wenn sie für eine solidarische Politik der Arbeit eintreten – und sich nicht mit der Rolle des Sozialpartners begnügen.
Manuela Schwesig inszeniert sich als »Frau gegen Blau« und Opposition zu Berlin. Damit könnte sie die AfD in Mecklenburg-Vorpommern noch einmal schlagen – aber solange es keinen Politikwechsel gibt, wird der rechte Vormarsch höchstens verschoben.
Seit über 30 Jahren dokumentiert der Comicjournalist Joe Sacco das Leben in Gaza. Sein neues Buch Requiem for Gaza erzählt von Geflüchteten nach dem Völkermord. Im Interview erklärt er, warum er palästinensischen Stimmen mehr traut als der »Objektivität« westlicher Redaktionen.
Kurz vor der Berlin-Wahl formiert sich eine kleine innerparteiliche Opposition gegen eine Regierungsbeteiligung der Linken. Sie hat keine Lösung anzubieten – und doch legt sie den Finger in eine offene Wunde: Der Partei fehlt ein Plan dafür, politischen Wandel zu schaffen.
Die Schweizer Neutralitätsinitiative verspricht Unabhängigkeit und Frieden zugleich. Historisch war Neutralität jedoch nie bloß ein Friedensprinzip – sie erlaubte der Schweiz, mit jeder Seite Geschäfte zu machen, ohne sich politisch zu binden.