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Das Online-Magazin von JACOBIN Deutschland

Der Gesamtbetriebsrat des Erfurter Zalando-Standorts kommt im Thüringer Landtag zusammen auf Einladung der Linksfraktion, 14. Januar 2026.

Ein besserer E-Commerce ist möglich

Von David Goeßmann

Zalando könnte es sich locker leisten, sein Logistikzentrum in Erfurt zu erhalten und seine Beschäftigten besser zu bezahlen. Die Politik hätte Standortsicherung und höhere Arbeitsstandards zur Bedingung für Subventionen machen sollen.

Noch nie ist die Islamische Republik Iran mit solcher Härte gegen Protestierende vorgegangen; die Opferzahlen übersteigen jene früherer Aufstände bei Weitem.

Die Proteste im Iran sind eine Zäsur

Die Machthaber im Iran haben die jüngsten Unruhen brutal niedergeschlagen und die Kontrolle behalten – vorerst. Das Ausmaß der Proteste und die blutige Repression sind trotzdem ein Wendepunkt in der Geschichte der Islamischen Republik.

Von Afshin Matin-Asgari
Donald Trump ballt die Faust bei der Ernennungszeremonie für sein sogenanntes »Friedensrat« in Davos, 22. Januar 2026.

Willkommen im Sopranos-Stadium des Imperialismus

Die USA sind unter Trump in das Sopranos-Stadium des Imperialismus eingetreten: Aus Hegemonie wird schamlose Erpressung, Loyalität ist im Zweifel nichts wert und Verträge können mit vorgehaltener Waffe gebrochen werden.

Von Benjamin Fogel
Ahmed Abed vor dem Rathaus Neukölln.

»Man darf sich nicht durch jeden Windstoß umpusten lassen«

Ahmed Abed kandidiert für Die Linke als Bürgermeister von Neukölln – und ist Ziel einer Hetzkampagne, weil er einen rechten israelischen Politiker als Völkermörder bezeichnet hat. Im Interview spricht er über die Angriffe und seine Pläne für den Bezirk.

Interview mit Ahmed Abed
Unwille ist nicht das einzige, das einen Menschen vom Gang zum Arbeitsamt abhalten kann.

Die Bürgergeld-Reform ist eine Schocktherapie für psychisch Kranke

Die Reform des Bürgergelds zur Grundsicherung soll ungefährlich sein für alle, die »mitmachen«. Doch unter den »Verweigerern« sind auch viele Menschen, die aufgrund psychischer Probleme die Mitwirkungspflicht verletzen. Ihr Leben wird jetzt noch härter.

Von David Weiser und Charly Roffalski
Beamte von ICE, Grenzschutz, und Staatspolizei geraten mit Demonstranten aneinander nach einer weiteren tödlichen Schießerei durch einen Bundesbeamten in Minneapolis, 24. Januar 2026.

Protestierende zu erschießen, ist in den USA keine Ausnahme mehr

Zwei Wochen nach dem Mord an Renee Good haben Donald Trumps Schergen in Minneapolis einen weiteren Menschen getötet, der ihrem gesetzlosen Vorgehen im Wege stand: Alex Pretti. Die Trump-Regierung scheint fest entschlossen, die USA in den Abgrund zu stoßen.

Von Ben Burgis

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Arbeit & Wirtschaft

Streikendes Pflegekräfte in Berlin demonstrieren für mehr Personal und höhere Bezahlung, 9. September 2021.

Weniger Ungleichheit durch mehr Vorverteilung

Beim Kampf gegen Ungleichheit denkt man als erstes an Umverteilung durch Steuern und Sozialleistungen. Doch vieles spricht dafür, dass die Linke stärker darauf setzen sollte, die Verhandlungsmacht der Arbeitenden und folglich die Löhne zu erhöhen.

Von Virgilio Urbina Lazardi
Es sind fast ausschließlich migrantische Arbeitskräfte, die in Österreich Spargel stechen.

Wie Ungleichheit in Österreich organisiert wird

Beim Spargelstechen, auf dem Bau oder in der Pflege zeigt sich: Weite Teile der österreichischen Wirtschaft werden nur durch unterbezahlte, prekäre und mitunter undokumentierte Arbeit am Laufen gehalten.

Von Josefa Niedermaier und Sara Hassan
Mirze Edis will die Interessen der Industriearbeiter vertreten – wie als Betriebsrat, so auch als Bundestagsabgeordneter.

»Ich will mal sehen, wie lange Merz im Stahlwerk durchhält«

Mirze Edis ist ausgebildeter Stahlbauschlosser, erfahrener Betriebsrat und industriepolitischer Sprecher der Linksfraktion. Im Interview spricht er darüber, was er gegen die Deindustrialisierung unternehmen würde und woran er AfD-Wähler im Betrieb erkennt.

Interview mit Mirze Edis

Politik & Internationales

Auf dem Enghelab-Platz in Teheran wurde nach den Protesten der vergangenen Wochen ein Banner aufgehangen, das die Widerstandskraft der herrschenden Ordnung symbolisieren soll.

Nach Wochen der Gewalt klammert sich Irans Regierung an die Macht

Die Protestwelle im Iran, die sich an wirtschaftlichen Nöten entzündete, ist blutig vom Staat niedergeschlagen worden. Trotz ihres massiven Legitimitätsverlusts durch Krise und Repression behält die Islamische Republik bis auf weiteres die Kontrolle.

Von Arron Reza Merat
Polnische Aktivisten protestieren gegen den Einsatz von in Polen hergestelltem TNT im Gaza-Krieg, Warschau, 22. November 2025.

Europas neue Kriegsökonomie lechzt nach mehr TNT

Ohne sie wäre der Gaza-Genozid nicht möglich gewesen: Nitro-Chem in Polen ist die einzige Fabrik in der EU, die den Sprengstoff TNT herstellt. Das soll sich nun ändern – quer durch Europa sind neue Standorte für die gefährliche Produktion geplant.

Von David Goeßmann
Bundespolizisten greifen Demonstranten an, die gegen gewaltsame ICE-Razzien protestieren, Minneapolis, USA, 14. Januar 2026.

Die Gewalt von ICE reißt nicht ab

Nach dem Mord an Rene Good zeigt die US-Antimigrationsbehörde ICE keine Reue oder Zurückhaltung, im Gegenteil: Die volle Rückendeckung der Trump-Regierung bestärkt sie in ihrem rechtlosen Gewaltrausch gegen alle, die nicht auf ihrer Seite sind.

Von Branko Marcetic
»Es braucht Zeit und Nähe, um mit anderen in einen Flow zu kommen und sich einem Kreislauf des Gebens und Nehmens anzuschließen, ohne Kosten und Nutzen zu berechnen.«

Der Gebrauchswert der Liebe

Von Kristen Ghodsee

Geschichte & Ideengeschichte

Rudolf Meidner, links im Bild, entwickelte seine wirtschaftspolitischen Konzepte im Lichte seiner Erfahrungen als sozialistischer Student mit jüdischem Hintergrund in der Weimarer Republik.

Antifaschistische Wirtschaftspolitik auf Schwedisch

Der Meidner-Plan ist bekannt als das schwedische Konzept für den Übergang zum Sozialismus. Weniger bekannt ist: Rudolf Meidner kam aus Deutschland, hatte den Aufstieg der Nazis miterlebt und wollte mit seiner Arbeit auch dem Faschismus den Boden entziehen.

Von Troels Skadhauge
1. Mai-Demonstration in Zürich, 1972.

In der Schweiz stand Kanton stets über Klasse

Die Schweiz ist bekannt für ihr Bankgeheimnis, für direkte Demokratie – aber nicht gerade für eine starke Linke. Der Historiker Dominic Iten erklärt im Interview, wie ihre Eigenheiten es der Arbeiterbewegung seit jeher schwer gemacht haben.

Interview mit Dominic Iten
Luftaufnahme der Schlachthöfe von Chicago, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem Symbol des amerikanischen Kapitalismus wurden.

Die Geschichte der kapitalistischen Weltrevolution

Der Kapitalismus ist ein global wirkendes Wirtschaftssystem. Eine Chronik seines Aufstiegs muss daher die ganze Welt in den Blick nehmen. In seinem neuen Buch »Kapitalismus: Geschichte einer Weltrevolution« leistet der Historiker Sven Beckert genau das.

Von Nelson Lichtenstein

Kultur & Gesellschaft

Drohnenansicht vom Mexikoplatz in Berlin-Zehlendorf am 5. Januar 2026, während des tagelangen Blackouts.

»Den Saft abdrehen« ist keine Lösung

Der Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz wurde auch von Linken fast durchweg verurteilt. Doch nicht erst die Methode ist falsch, sondern bereits die in der Klimabewegung verbreitete Analyse, dass unsere »imperiale Lebensweise« das Problem sei.

Von Jonas Thiel
Aya Jaff ist Aussteigerin – aus der Tech-Szene.

»Auch ich war ein Tech Bro«

Tech Bros greifen nach der Macht. Aya Jaff war eine von ihnen. Im Interview spricht sie darüber, was diesen Typus zu autoritärer Politik gravitieren lässt und warum Digitalisierung nicht Abhängigkeit von Big Tech bedeuten muss.

Interview mit Aya Jaff
Fans protestieren gegen die Vorhaben der Innenministerkonferenz bei einem Bundesliga-Spiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund, 29. November 2025.

Fußballfans gegen Innenminister 1:0

Die Innenministerkonferenz hatte geplant, die Überwachungs­maßnahmen im deutschen Fußball zu verschärfen. Fanproteste konnten diesen Vorstoß im Dienste der Finanzialisierung noch einmal abwehren. Aber es wird nicht der letzte Angriff gewesen sein.

Von Sven Ulfig
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